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Jülich: Tischtennis: Beim Bundesligisten TTC Jülich gehen die Lichter aus

Jülich : Tischtennis: Beim Bundesligisten TTC Jülich gehen die Lichter aus

Das „Wochenende der Wahrheit” brachte für den TTC Jülich die Erkenntnis, sich wohl in der kommenden Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga wieder zu finden.

Nach der knappen 4:6-Heimpleite am Freitag gegen den TTC Grenzau und dem 5:5 beim bis dato punktlosen Schlusslicht TSV Tündern können sich die Herzogstädter langsam aber sicher mit dem Gedanken anfreunden, den Klassenerhalt im Oberhaus abzuschreiben.

Obwohl der Abstieg den Jülichern zur Konsolidierung wohl recht gelegen kommt, war Knut Gollnow, der sportliche Leiter, nach dem Remis gegen Tündern zerknirscht: „Ich bin mit den Ergebnissen vom Wochenende nicht zufrieden. Wir hatten gegen Grenzau einen Matchball zum 5:5 und gegen Tündern gar Matchball zum Sieg. Wenn man noch bedenkt, dass einige Spieler in den engen Matches einige taktische Anweisungen nicht umgesetzt haben, dann kann man schon von einer Enttäuschung sprechen.”

Am Freitag lief vor allen Dingen Seiya Kishikawa seiner Form hinterher; der kleine Japaner in Diensten des TTC Combibloc verlor seine beiden Einzel gegen Blaszczyk und Cheung glatt und im Doppel stand er an der Seite von Freitas auf verlorenem Posten.

Am Sonntag erwischte es die Jülicher in Tündern eiskalt: Im mäßig attraktiven Aufeinandertreffen der beiden Kellerkinder vergab Marcos Freitas gegen Marc Duran die Möglichkeit zum Sieg. Freitas führte mehrfach und hatte zuletzt beim Stand 11:10 im fünften Satz Matchball.

„Ein Spieler mit seinen Ansprüchen und mit seiner Klasse muss dieses Spiel einfach gewinnen. Insgesamt war das 5:5 einfach zu wenig um die Klasse zu halten”, kommentierte Gollnow. Noch bitterer erscheint Jülichs Punktverlust unter Anbetracht der Tatsache, dass Tündern ersatzgeschwächt in die Partie ging und an Position Vier einen Landesligaspieler ins Rennen schickte, der den Jülichern drei Punkte schenkte.

Doch die Leistung des Amateurs wurde von einem ausgezeichneten Dimitrij Ovtcharov kompensiert, der Jülich fast im Alleingang den so wichtigen Punkt entriss.