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Mendig: Tim Elsner und seine Schmunzel-Attacken

Mendig : Tim Elsner und seine Schmunzel-Attacken

Über das Gesicht von Tim Elsner huschte Samstagabend immer häufiger ein Schmunzeln.

„Irgendwie waren wir lockerer drauf als sonst”, sagte der Annahmespezialist des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren nach dem 3:1-Sieg (25:22, 20:25, 25:19, 25:19) bei Maoam Mendig.

Lag es daran, dass Trainer Bernd Werscheck wegen der zweiten Gelben Karte vom Verband gesperrt worden war und nur als passiver Zuschauer Zaungast war?

Lag es daran, dass Spielführer und Co-Trainer Sven Anton an der Seitenlinie die Verantwortung übernehmen musste?

Egal: Evivo kam zu einem kaum gefährdeten Auswärtserfolg. Zwar schwächelte die Annahme besonders in den ersten Sätzen, doch unter dem Strich hatte Mendig Düren kaum etwas entgegenzusetzen.

Auch wenn Evivo einen Mehrpunkte-Vorsprung während eines Satzes einbüßte, Düren baute ihn wieder auf. Beispiel Satz 1: 16:12 führte der Gast, dann stand es 17:17 und 20:20, schließlich aber hieß es 25:22.

Eben weil Elsner wieder Grund zum Schmunzeln hatte: Er verwandelte den Satzball. Nur in Abschnitt 2 schien Düren es zu locker angehen zu wollen: Nach 3:0-Führung stand es plötzlich 3:8. Drei Aufgaben-Asse, schlechte Annahme, Düren lag zurück, gab den Satz trotz Zwischenspurts ab.

„Dann haben wir uns wieder zusammengerissen”, kommentierte Elsner die beiden nächsten Sätze, die er und Boris Zorica mit dem jeweils 25. Punkt beendeten.

Nun fiebert Elsner der Play-off-Runde entgegen: „Samstag noch gegen den SCC, dann geht es endlich richtig los.”