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Düren: Sieg in Wuppertal soll Fortschritt belegen

Düren : Sieg in Wuppertal soll Fortschritt belegen

„Dass wir die Mannschaft sind, die sich in dieser Saison am meisten verbessert hat, das will ich jetzt nicht behaupten”, sagt Bernd Werscheck, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren. Dabei hätte er allen Grund dazu.

Am Anfang der Saison war Evivo auf Augenhöhe mit den Endrunden-Kandidaten aus Wuppertal, Mendig und Unterhaching.

Mittlerweile müssen die drei zu Düren aufblicken. Nicht nur in der Tabelle, in der Düren auf Platz drei steht und dem Trio zwei Siege und ein deutlich besseres Satzverhältnis voraus hat.

Fast immer fällt im Moment im Zusammenhang mit dem Evivo-Aufschwung der Name Tim Elsner. Der 20-jähige Neuzugang ist in jedem Spielelement überdurchschnittlich stark.

„Für mich ist er ein künftiger Nationalspieler”, sagt Routinier Sven Anton. Dass die Annahme der gegnerischen Aufschläge derzeit so wackelfest ist wie noch nie in Düren, haben die Rur-Volleyballer aber nicht nur Elsner und Nationalspieler Till Lieber (22 Jahre) zu verdanken.

Das dritte wichtige Puzzleteil hört auf den Namen Sven Dick (21). Der hat sich klammheimlich im Schatten des Senkrechtstarters Elsner zum Stammspieler gemausert.

„Der Name Mister Zuverlässig kommt nicht von ungefähr”, drückt Trainer Bernd Werscheck seine Zufriedenheit mit Dick aus. Die jüngste Annahme-Fraktion der Liga sorgt dafür, dass Evivo sein großes Potenzial im Angriff immer besser ausspielen kann.

Nächster entscheidender Punkt, den Düren den meisten anderen Bundesligisten voraus hat: „Vom ersten bis zum elften Spieler sind wir gleichmäßig besetzt. Ich kann Jeden bringen, ohne dass es einen Bruch im Spiel gibt”,sagt Werscheck stolz.

Zum ersten Mal überhaupt hat Leistungsträger Anton gegen Mendig ein gesamtes Spiel auf der Bank gesessen. Ein Luxus, den sich der nächste Gegner Bayer Wuppertal nicht leisten kann. Dort klafft eine große Lücke zwischen Stamm- und Ergänzungsspielern.

Jetzt fehlt noch ein letzter Beweis dafür, dass Düren wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Und es gäbe keine bessere Gelegenheit, als die am Sonntag: Evivo muss um 15.30 Uhr bei Bayer Wuppertal ran.

Ein Sieg in der Halle, in der es bisher ausschließlich Niederlagen gesetzt hat, wäre mit Sicherheit ein großer Fortschritt.