Aachen: Siebtes Spiel, siebter Sieg für TK Kurhaus

Aachen: Siebtes Spiel, siebter Sieg für TK Kurhaus

Zumindest Matthias Bachinger dürfte tiefer gehende „Erinnerungen“ an den Auftritt des TK Kurhaus Aachen in der Tennis-Bundesliga beim Bremerhavener TV behalten: Der 27-Jährige stürzte bei dem Versuch, einen Stoppball seines Gegners Massimo Ocera zu erlaufen und sah anschließend aus „wie ein Streuselkuchen“, so Kurhaus-Teamchef Alexander Legsding.

Das war aber auch der einzige Ausrutscher, den sich der Titelverteidiger bei der letzten Auswärtspartie der Saison leistete, das Lambertz-Team ging mit 6:0 als klarer Sieger vom Platz — zum siebten Mal in der siebten Begegnung. Nach dem 3:3 der beiden ärgsten Verfolger Mannheim und Halle, die zeitgleich gegeneinander spielten, ist also alles angerichtet für die beiden letzten Partien, bei denen ebenjene Mannschaften in Aachen zu Gast sind.

Die Einzel verliefen allerdings weniger glatt, als es die nackten Zahlen hergeben. Lediglich Bachinger hatte bei seinem klaren Zwei-Satz-Sieg gegen Ocera — vom Aus-„Flug“ auf den Aschenboden einmal abgesehen — keinerlei Probleme, sein Match durchzubringen. Ganz anders sah dagegen die Begegnung an Position 1 aus, in der Julian Reister gegen den Bremerhavener Steven Moneke antreten musste.

Reister brachte den ersten Satz im Tiebreak nach Hause, musste dann aber im zweiten Durchgang dem Kapselriss im Fuß und den Schmerzen in der Schulter, die vor allem beim Aufschlag behinderten, Tribut zollen. Im Champions Tiebreak war der 28-Jährige dann aber wieder punktgenau da und fuhr den ersten Matchpunkt für das Lambertz-Team ein. „Dass Julian Reister jetzt leicht angeschlagen ist, müssen wir natürlich im Hinblick auf die kommende Woche gegen Halle im Auge behalten“, meinte Legsding.

14-stündige Anreise

Während es bei Daniel Brands nach seiner sang- und klanglosen Niederlage gegen Krefeld laut Legsding „Woche für Woche ein paar Prozent aufwärts geht“, hatte Alja Bedene, der für den TK Kurhaus an Position 2 gegen Moritz Baumann antrat, die größten Probleme vor dem ersten Ballwechsel zu bewältigen: Bedene brauchte geschlagene 14 Stunden für die Anreise per Auto aus seiner slowenischen Heimat, ließ sich dann aber auf dem Platz von den Reisestrapazen wenig anmerken und setzte sich klar in zwei Sätzen durch.

Die Begegnung war also nach den vier Einzel zugunsten des TK Kurhaus entschieden, die Doppel sollten aber noch vor den beiden entscheidenden Partien die Matchbilanz weiter aufbessern. Und auch hier gab sich der TK Kurhaus an diesem Spieltag keine Blöße: Das auch für die kommenden Partien vorgesehene Paar Dominik Meffert und Philipp Petzschner brachte seine Partie ebenso eindeutig nach Hause wie das „bayerische“ Doppel Bachinger/Brands.

Aachens Teamchef warnt dennoch vor der nächsten Begegnung, der vermeintlich schwersten der gesamten Saison: „Die Mannschaft, die Erfurt hier in Aachen aufgeboten hat, war schon unglaublich, aber gegen Halle, das wird eine brutal schwere Begegnung. Vielleicht schaffen wir ja das erhoffte Unentschieden.“

Bremerhaven - Kurhaus Aachen 0:6: Moneke - Reister 6:7 (2:7), 6:4, 4:10; Baumann - Bedene 4:6, 2:6; Sieber - Brands 4:6, 5:7; Ocera - Bachinger 3:6, 2:6; Moneke/Baumann - Brands/Bachinger 3:6, 5:7; Sieber/Amendt - Petzschner/Meffert 1:6, 2:6