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Aachen/Halle: Schafft der Blau-Weiss Aachen den finalen Kampf um den Klassenerhalt?

Aachen/Halle : Schafft der Blau-Weiss Aachen den finalen Kampf um den Klassenerhalt?

Der Kampf gegen den Abstieg aus der Tennis-Bundesliga spitzt sich zu. Zwei Möglichkeiten hat Aufsteiger Blau-Weiss Aachen noch, den Klassenerhalt zu realisieren: Sonntag in Halle, beim Tabellenzweiten, so schätzt Aachens Coach Alex Jakubec gut eine Woche vor dem „Heimfinale“ gegen Düsseldorf realistisch ein, „können wir etwas für das Matchverhältnis tun“. Mehr nicht!

Anders ausgedrückt: Ein Sieg beim deutschen Mannschaftsmeister der letzten beiden Jahre ist so gut wie ausgeschlossen. „Aber das Matchverhältnis kann am Ende ausschlaggebend sein.“ Denn das spricht zurzeit noch für die Aachener.

4:10 Zähler und 17:25 Matchpunkte bedeuten noch Platz acht vor Mitaufsteiger Bruckmühl-Feldkirchen (3:11/13:29) und Neuss (1:13/11:31). „Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen für diese drei Teams“, glaubt Jakubec, dessen Mannschaft ein extrem schweres Restprogramm hat.

Denn Halle als erster Verfolger von Tabellenführer Kurhaus Aachen (10:3 Punkte), der Dritte Gladbach und dahinter Düsseldorf haben 10:4 Punkte und allesamt noch Titelchancen. „Halle wird deshalb gegen uns stark aufstellen“, rechnet der Trainer mit Daniel Munoz-de la Nava, Aslan Karatsev, Tim Pütz und Jarkko Nieminen an Nummer eins bis vier.

Die Gäste vom Luxemburger Ring stellen höchstwahrscheinlich Igor Sijsling, Yannik Reuter, Maxim Authom und Jannis Kahlke dagegen. Reuter spielt zwar ab Montag ein Challenger in der Slowakei und wollte frühzeitig dorthin fliegen, ließ sich aber laut Aachens Teamchef Marc Zander überzeugen, vorher doch noch für Blau-Weiss aufzuschlagen.

Reuter hat mit 4:1-Einzelsiegen die beste Bilanz des Aufsteigers, der in Halle „mit dem einen oder anderen Matchpunkt“ sehr gut leben könnte. „Und eine Woche später gegen Düsseldorf haben wir personell mehr Spielraum, wir haben zudem ein Heimspiel und werden da alles reinlegen“, sagt Jakubec.

Nach dem 1:5 am vergangenen Sonntag steckten das Team und die Verantwortlichen die Köpfe zusammen. Des Trainers Fazit: „Alle zeigen den Willen und die Bereitschaft, in der ersten Bundesliga bleiben zu wollen.“ Eigentlich keine neue Erkenntnis, denn auch die Begegnungen nach den beiden Erfolgen bei RW Köln (5:1) und gegen Neuss (4:2), die mit Niederlagen endeten, gaben wenig Anlass zur Unzufriedenheit, waren zu einem Großteil ziemlich eng.

„Wir haben sicher hier und da einen Punkt liegengelassen, die Spieler haben aber als Aufsteiger gegen zumeist in der Weltrangliste weit höher angesiedelte Gegner alles gegeben; von den Etats anderer Klubs ganz zu schweigen“, erklärt Jakubec.

Heute Mittag geht die Reise für Blau-Weiss nach Halle, wo dann vor der morgigen sportlichen Auseinandersetzung noch trainiert wird. Sonntag empfängt Verfolger Bruckmühl-Feldkirchen dann zeitgleich Düsseldorf, Neuss spielt in Mannheim, und Köln (5:9) erwartet Kurhaus Aachen . . .