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Berlin: Samstag gegen Evivo: Friedrichshafen peilt das Triple an

Berlin : Samstag gegen Evivo: Friedrichshafen peilt das Triple an

Der VfB Friedrichshafen macht Jagd auf die achte Volleyball-Meisterschaft der Männer und das Triple. Aber Final-Gegner Evivo Düren will die Erfolgsstory des Teams vom Bodensee im dritten Anlauf durchkreuzen und erstmals Titelträger werden.

Das an diesem Samstag in Friedrichshafen beginnende Playoff-Finale „best of five” hält Spannung bereit und als Lohn für den Meister die Teilnahme an der Champions League. Friedrichshafen ist als Pokalverteidiger in der europäischen Königsklasse nicht automatisch gesetzt.

„Aller guten Dinge sind drei. Wir sind jetzt dran”, sagte Dürens Manager Bernd Werscheck. Als ehemaliger Coach der Rheinländer hat er die vorangegangenen Endspielserien mit 0:3 und 2:3 gegen Friedrichshafen verloren.

„Ich erwarte ein spannendes Finale und hoffe, wir haben das bessere Ende für uns. Wir wollen wieder deutscher Meister werden. Dieser Titel zählt und ist die Eintrittskarte zur Champions League”, meinte VfB-Coach Stelian Moculescu. Unter seiner Regie räumt Friedrichshafen seit 1998 ab und ist zum Maß aller Dinge im deutschen Männer-Volleyball geworden. Neun nationale Pokalsiege, sieben Meistertitel, sechs Mal das nationale Double und als Krönung in dieser Saison in Moskau den Champions-League-Sieg gab es bisher. „Das war eine Riesenüberraschung, wie ein Weihnachtsgeschenk”, sagte Moculescu.

Als Bundestrainer führte er die deutschen Männer Ende des Vorjahres in Japan nach zwölfjähriger Weltmeisterschafts-Abstinenz auf einen achtbaren neunten Rang. Seine VfB-Mannschaft habe sich im Saisonverlauf gesteigert und in der Champions League „sensationell gespielt”. Besonders die beiden Nationalspieler Jochen Schöps und Zuspieler Simon Tischer seien durch die WM gereift.

Auch wenn Moculescu den Großteil des Teams für die neue Saison halten will, sieht er vor allem bei Schöps Probleme: „Für Tischer wäre es wichtig, noch eine Saison zu bleiben. Schöps hat seine Reifeprüfung mit der Champions League abgelegt. Er gehört zu den hoffnungsvollsten Diagonalspielern auf der Welt. Wer den nicht will, versteht nichts vom Volleyball.”

Düren sei durch die Champions League ebenfalls stärker geworden. „Das ist eine homogene Truppe”, meinte Moculescu und zeigt vor allem Respekt vor dem Venezolaner Heriberto Quero, den der SCC Berlin im Halbfinale nur im ersten Spiel beim Auswärtssieg einigermaßen blocken konnte. „Wenn man ihn in den Griff bekommt, ist schon ein Teil der Arbeit erledigt”, glaubt Moculescu.

Beide Teams haben die normale Bundesligarunde mit jeweils 36:6 Punkten abgeschlossen, wobei Friedrichshafen das bessere Satzverhältnis hatte und beide Teams jeweils zu Hause 3:0 siegten. Wie im Vorjahr spielen Berlin und der TSV Unterhaching ab Samstag wieder um Rang drei, wozu zwei Siege notwendig sind. Im Vorjahr war Berlin 2:0 erfolgreich.