Tennis: Zwei Siege reichen wohl für den Klassenerhalt

Tennis : Zwei Siege reichen wohl für den Klassenerhalt

Das Frauenteam des Tennis-Bundesligisten Blau-Weiss Aachen startet am Sonntag in Hannover in die Saison. „Eine ganz schwere Spielzeit“, erwarten die Verantwortlichen.

Der amtierende deutsche Tennismeister der Frauen, das Eckert Tennis Team Regensburg, hat nach dem Titel-Hattrick 2016, 2017 und 2018 seine Mannschaft bekanntlich zurückgezogen, während Ludwigshafen und der Hamburger Club an der Alster vergangene Saison abgestiegen sind. Für Blau-Weiss Aachen geht das Abenteuer Erstklassigkeit aber weiter. Mit dem Auswärtsspiel beim DTV Hannover startet die Mannschaft um das Trainer-Duo Steffi und Thilo Fritschi am kommenden Sonntag in die neue Spielzeit.

Die beiden Coaches des Aachener Erstligisten sind sich mit Teamchef Marc Zander einig: „Es wird eine ganz schwere Spielzeit, weil die Konkurrenz-Teams extrem stark besetzt sind“, sagt Steffi Fritschi. Nach dem Verzicht von Regensburg rückte der TC BW Dresden Blasewitz nach. Und hat sich eine Menge vorgenommen. Das belegt der Blick auf die Meldeliste. Dresdenes Nummer eins ist Andrea Petkovic, die bereits sechs WTA-Titel gewonnen hat. Damit nicht genug. Der Bundsliga-Neuling legte nach und verpflichtete mit Krystyna Pliskova eine weitere Top-Spielerin. Als Aufsteiger werden in der Eliteliga zudem der TC Bad Vilbel, der acht (!) Spielerinnen von Meister Regensburg verpflichtete, und der TC Bredeney Essen mit zwei Akteurinnen aus Regensburg auf die Courts gehen, während mit Rüppur Karlsruhe und Waldau Stuttgart der Vizemeister und Drittplatzierte der Vorsaison das Siebenerfeld komplettieren. Da warten somit extrem schwere, aber auch höchst attraktive Begegnungen auf die Mannschaft aus Aachen. Thilo Fritschi schätzt: „Du musst zwei Siege holen, wenn du die Klassen halten willst.“ Und genau das ist wieder das erklärte Ziel des Klubs um Vereinschef Michael Nobis.

Um zu bestehen, wurden getreu der Klub-Philosophie keine horrenden Summen für Neuverpflichtungen ausgegeben. „Wir bleiben dabei: Über Kontinuität und Teamgeist wollen wir die Liga halten“, formuliert Thilo Fritschi. So kam mit der Slowenin Polona Hercog kurz vor Meldeschluss lediglich ein Neuzugang zu den Blau-Weissen. Die Nummer 64 der Weltrangliste gewann jüngst das WTA-Turnier in Lugano/Schweiz.

Ein Problem teilen Aachens Verantwortliche mit ihren Konkurrenten: Ob und an welchen Spieltagen die top-gesetzten Ballkünstlerinnen zur Verfügung stehen, ist offen und hängst davon ab, wie weit sie bei den parallel laufenden WTA-Turnieren kommen. So plant Aachen für den Auftakt in Hannover ohne die an eins bis vier gesetzten Pertra Martic, Aleksandra Krunic, Polona Hercog und Ysaline Bonaventura, von denen die eine oder andere Akteurin noch kurzfristig zum Team stoßen könnte. Geplant sind in Hannover die Einsätze von (Nummer eins bis sechs) Quirine Lemoine, Marie Benoit, Magali Kempen, Elyne Boeykens, Paula Kania, Julia Kimmelmann und im Doppel Eva Wacanno.

Eine Woche später, am Freitag, 10. Mai, 13 Uhr, gegen Stuttgart (mit Anna-Lena Friedsam und Mona Barthel) und am Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr, gegen Karlsruhe (mit Laura Siegemund und Sabine Lisicki) steht dann ein Doppelspieltag auf der heimischen Anlage am Luxemburger Ring auf dem Plan.

Termine: in Hannover (So., 5. Mai), gegen Stuttgart (Fr., 10. Mai) und Karlsruhe (So., 12. Mai), gegen Dresden (So., 2. Juni), in Bad Vilbel (Fr., 7. Juni), in Essen (So., 9. Juni)

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