Wegberg-Beeck: Wegberg-Beeck möchte beim SC Verl einen Punkt mitnehmen

Wegberg-Beeck : Wegberg-Beeck möchte beim SC Verl einen Punkt mitnehmen

Es könnte ein langer Fußballtag für Spieler, Trainer und Funktionsteam des FC Wegberg-Beeck werden. Um 14.30 Uhr geht es am Freitag los; drei Stunden Busfahrt hat man einkalkuliert. Um 19.15 Uhr erfolgt dann der Anpfiff des Spiels beim SC Verl, dem „Dino“ der Fußball-Regionalliga.

Beide Mannschaften sind punktgleich. Verl hat sich durch acht Punkte aus den letzten vier Spielen von ganz unten vorgearbeitet und spielt — ähnlich wie die Beecker — ein 4-4-2-System. In der Erfolgsphase sind das 0:0 gegen Tabellenführer KFC Uerdingen und das 1:1 bei RW Essen — in der letzten Minute musste der Ausgleich hingenommen werden — die „Eckpunkte“. In den vier Partien hat Verl nur insgesamt zwei Gegentore hinnehmen müssen; die Defensive „hält“. Einen Wermutstropfen gab es aber für das Team aus Ostwestfalen. In Essen erlitt Leistungsträger Jannik Schröder einen Kreuzbandriss.

„Verl hat gutes Potenzial und viele gestandene Regionalliga-Spieler“, sagt Beecks Teamchef Friedel Henßen. Er nennt dabei die ehemaligen Spieler von Alemannia Aachen, Bastian Müller und Viktor Maier.

Die Beecker haben in den vergangenen Wochen auswärts gut gepunktet. Sieben der elf Zähler wurden auf fremden Plätzen geholt. „Auch wenn es tabellarisch nach einem 50:50-Spiel aussehen mag, schieben wir die Favoritenrolle gerne nach Verl rüber“, sagt Friedel Henßen.

„Wir bleiben bescheiden“, so der Teamchef. Allerdings können die Beecker auch durchaus selbstbewusst auftreten. Sie haben gezeigt, dass sie in dieser Klasse mithalten können. Gegen eine gute Mannschaft von Borussia Mönchengladbach II hatten sie unglücklich mit 1:2 verloren und waren dem Ausgleich sehr nahe. „Es muss alles passen“, sagt der Teamchef.

„Wir müssen daran arbeiten, die Chancen kaltschnäuziger zu nutzen“, zeigt Henßen ein wichtiges Feld auf. Nicht nur gegen Borussia II, sondern auch schon gegen Uerdingen und bei RW Essen hatten die Beecker in der zweiten Halbzeit eine Reihe guter Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Was den Abschluss angeht, sind aber nicht nur die beiden Angreifer Shpend Hasani und Sahin Dagistan gefragt. „Auch andere müssen torgefährlich sein.“

Bei den Beeckern leidet Kapitän Maurice Passage unter einem grippalen Infekt. Gegen Borussia Mönchengladbach II war der Kapitän, der in der Vorwoche nicht trainieren konnte, erst in der zweiten Halbzeit in die Partie gekommen. Nicht auf seiner angestammten Rechtsverteidigerposition, sondern im linken Mittelfeld. Dort sollte er den schnellen Gladbacher Egbo, der zur Pause eingewechselt worden war und mit zwei Aktionen über die Seite aufgefallen war, bremsen. Die Aufgabe erfüllte er hervorragend.

Ersetzen muss der FC auf der Sechserposition Joshua Holtby, der sich gegen Borussia mit Gelb-Rot verabschiedet hatte und die eine Partie aussetzen muss. Holtby fehlt auch als „Anführer“. Kandidaten für die Position sind Nico Czichi, der hier auch schon zum Einsatz gekommen ist, und Mark Szymczewski. „Mark Szymczewski hat die Position schon in Freialdenhoven gespielt, in der Regionalliga aber noch nicht“, weiß FC-Trainer Dirk Ruhrig.

„Wenn wir nach dem Spiel noch immer punktgleich mit Verl sind, wäre das nicht schlecht“, sagt Friedel Henßen. Die Beecker erwartet anschließend ein „anspruchsvolles“ Programm. Borussia Dortmund II, Rödinghausen, Viktoria Köln, Alemannia Aachen und RW Oberhausen sind die nächsten Gegner.

Doch davor hat der Teamchef keine Angst. Man müsse in Verl genauso gegenhalten wie gegen Dortmund II. „Die Regionalliga ist sehr ausgeglichen, wenn man die Ergebnisse sieht“, so Henßen. Er verweist auf die Unentschieden von Erndtebrück, das unter den Beeckern platziert ist, in Dortmund und bei Viktoria Köln.

Zu der Ausgeglichenheit der Liga tragen die Beecker auch ihren Teil bei. Dem höheren Tempo haben sie sich längst angepasst. Das wollen sie auch am Freitagabend beweisen und einen Punkt mit auf die lange Heimreise nehmen.

(sie)
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