Wegberg-Beeck: Wegberg-Beeck: Die Null steht auch beim Schlusspfiff noch

Wegberg-Beeck : Wegberg-Beeck: Die Null steht auch beim Schlusspfiff noch

Zwei Mal fünf Gegentore, und doch versteckten die Beecker sich nicht: Zwar standen die Gastgeber etwas tiefer, agierten am Dienstagabend aber mutig gegen den Wuppertaler SV. Und wurden für viel Einsatz beim umkämpften 0:0 mit Punkt Nummer 18 belohnt.

Das Spiel war noch nicht angepfiffen, da mussten Teamchef Friedel Henßen und Trainer Dirk Ruhrig schon ihre Formation umstellen. Anders als in Wattenscheid, wo das Trainerteam ein 4-4-2-System mit Marius Müller im Sturm neben Shpend Hasani spielen ließ, sollte Müller links in der Viererkette für den angeschlagenen Sascha Tobor agieren.

Doch beim Warmmachen signalisierte das Multitalent, dass es nicht geht, und fünf Minuten vor Anpfiff machte sich Nico Czichi schnell für die Startelf fertig. So ging Norman Post links auf die Müller-Position. Czichi nach rechts in die vordere Viererkette. Mit Niklas Hunold wurde neben Danny Fäuster ein weiterer groß gewachsener Innenverteidiger aufgeboten. Beeck spielte mit Trauerflor: In der Nacht zuvor war Josef Mühlenbroich gestorben, 53 Jahre FC-Mitglied, für den er selbst einmal im Tor gestanden und verschiedene Vorstandsämter bekleidet hatte.

Wuppertal machte mit dem Anpfiff gleich Druck: Der Ex-Beecker Enno Wirtz (7.), der über rechts gefährlich agierte, legte den Ball nach einer Flanke des Ex-Aacheners Dennis Dowidat knapp am rechten Pfosten vorbei. Einen Kopfball von Christopher Kramer konnte Becks Keeper Stefan Zabel (9.) nur abklatschen — zum Glück stand kein Nutznießer in der Nähe.

Die Beecker setzten gegen den starken Gast im eigenen Stadion auf schnelle, fast überfallartige Konter: Hasani (21.) zog davon, war nicht zu stoppen, WSV-Keeper Joshua Mroß rannte heraus, erwischte den Ball aber nicht richtig, der weiter aufs Tor zukullerte. Pech — auf der Linie stoppte ihn Mroß so gerade noch. Und erneut Hasani (31.) schickte Norman Post, der vom 30 Meter herausgeeilten Mroß und Silvio Pagano nur mit Mühe gestoppt werden konnte. Glück für Beeck, nach einem Freistoß stand Krämer im Abseits.

„Wir stehen etwas tiefer als gewohnt, unser Ziel war, erst einmal die Null zu halten. Trotzdem konnten wir uns Chancen erarbeiten“, atmete Ruhrig zur Pause durch. Aufmerksamer Beobachter auf der Tribüne war Aachens Coach Fuat Kilic, dessen Team am Samstag in Wuppertal antreten muss. „Ich habe den WSV bei Viktoria Köln gesehen, da hat er schon nach Belieben dominiert, wie hier auch. Trotzdem schafft es Beeck immer wieder, Nadelstiche zu setzen“, notierte Aachens Coach.

Nach der Pause nahm die Dominanz der Gäste ab, die Nadelstiche der Gastgeber zu: Einen Fallrückzieher von Czichi (47.) nach Zuspiel von Wilms und einen Schuss von Lambertz nach Solo von Hasani (54.) parierte der Keeper. Lambertz (68.) setzte sich durch und wurde unsanft vom Ball getrennt. Glück für den bereits verwarnten Mandt, dass er nicht die nächste Karte sah. Die folgte aber nur zwei Minuten später. Jetzt eröffneten sich Räume in dem vor allem vom WSV ruppiger geführten Spiel. Mit Sahin Dagistan für Czichi brachte Henßen einen zweiten Stürmer, der es (83.) aus der Distanz versuchte, doch war ein Fuß dazwischen. Aufregung auf WSV-Seite, als Zabel im Strafraum gegen Topal klärte und der liegen blieb - einen Strafstoß gab es nicht. In der Schlussphase wird die hektischere Partie immer mehr zum Kampfspiel — doch die Null hielt.

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