Düren: Vorerst letzter großer Auftritt auf der Landesliga-Bühne für Alemannia Straß

Düren : Vorerst letzter großer Auftritt auf der Landesliga-Bühne für Alemannia Straß

Nun geht sie also zu Ende, die Saison 2017/18, auch für den FC Niederau, für den das Ende dieses Fußballjahres eine noch viel weitreichendere Zäsur bedeutet: Die Partie gegen den SV Eilendorf ist das letzte Pflichtspiel unter eben diesem Namen: FC 08 Düren-Niederau.

Was für Fusionspartner GFC Düren 99 nicht Neues ist (2011 waren SG Düren 99 und GFC Düren verschmolzen), erfüllt in Burgau Einige mit Wehmut. Ab Juli geht der 1. FC Düren an den Start, es wird ambitionierter, professioneller, mit mehr Geld im Rücken Fußball gespielt, aber nicht mehr im Franz-Josef-Keimes-Sportpark. Erste und zweite Mannschaft werden ihre Partien an der Westkampfbahn austragen, Burgau bleibt immerhin Heimstätte der Jugendabteilung, wo irgendwann einmal Schalke, Gladbach oder der 1. FC Köln in der Junioren-Bundesliga West empfangen werden sollen.

Ein tiefgreifender Abschied, ganz klar, aber am Sonntag werden auch die Spieler im Mittelpunkt stehen, allen voran Liridon Qorraj. Auch mit 34 und in der 17. Seniorensaison gehörte er, der wie so viele andere aus der Niederauer Jugend stammt, immer noch zum Stamm. Nach dem Spiel wird er mit dem aktiven Fußball aufhören.

„Für ihn und die anderen, die dem neuen Verein nicht angehören werden, wünsche ich mir, dass wir noch einmal alles investieren“, sagt FC-Trainer Bernd Lennartz. Auch für Olaf Ramm, noch so ein Urgestein, wird sich das Kapitel Niederau nach den 90 Minuten schließen. Der 36-Jährige wechselt zur neuen Saison bekanntlich nach Kreuzau.

GFC Düren 99

Der Überschwang war groß, als die Nachricht von der 1:2-Niederlage des Zweiten Frechen 20 in Schafhausen die Runde machte an der Westkampfbahn, wo Spieler und Verantwortliche des GFC Düren 99 nach dem 4:1 im Derby gegen Niederau noch zusammensaßen. Vor dem letzten Spiel bei Hertha Walheim liegen Primus und Verfolger nun nicht mehr punktgleich an der Spitze, plötzlich haben die Dürener drei Punkte und sechs Tore Vorsprung.

„Wir haben eine Video-Botschaft nach Schafhausen geschickt und uns bedankt. Mit ein paar Nächten Abstand sehe ich aber, dass durchaus noch etwas passieren kann“, sagt SG-Trainer Sandro Bergs und erinnert sich an das Hinspiel gegen die Hertha, als die schnell mit 2:0 führte.

„In Walheim kannst du schnell mal zurückliegen. Frechen spielt gegen SW Düren, die zwar noch drinbleiben könnten, wenn sie gewinnen, aber auch schon Spiele hoch verloren haben.“ Wenn nach 90 Minuten abgepfiffen würde und es wäre nichts passiert, wären die Dürener Meister, egal was die 20er im Parallelspiel anstellen. Auf ein Unentschieden spielen kann und will GFC 99 aber gar nicht, zu viel Offensiv-Power drängt auf den Rasen, wie das Niederau-Spiel eindrucksvoll unterstrich.

Insbesondere Kapitän Michael Strauch, der den Klub verlassen wird, hat seit Monaten offensichtlich die Führungsrolle übernommen. Er glänzt nicht nur mit 20 Saisontoren, sondern zeigt sich auch als Motivator, der sich auch in der 93. Minute nicht zu schade ist, einem verloren geglaubten Ball nachzujagen.

Alemannia Straß

Die Auswärtspartie am Sonntag bei Germania Teveren ist für Alemannia Straß nicht nur das letzte Saisonspiel. Es wird, da man sich in die Kreisliga B zurückziehen wird, auch der letzte Auftritt auf dieser im Amateursport größeren Fußballbühne sein.

„Wir wollen uns vernünftig verabschieden“, verfolgt der Straßer Coach Dirk Krischer ein klares Ziel. Ob das gelingt, weiß der Trainer nicht. „Es ist schwer die Jungs noch zu motivieren. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass wir verarbeiten müssen, dass hier nichts mehr ist. Fest steht auf jeden Fall, dass weniger Leute beim Training sind.“

In der Konstellation, die sich am Sonntag ergibt, wird die Mannschaft nie mehr zusammenspielen, da sich die Akteure auf verschiedenste Vereine verteilen werden. Ein starker Auftritt in Teveren, der in Erinnerung bleibt, wäre ihnen zu gönnen. So sieht das auch Krischer: „Nicht nur ich habe mich in Straß immer sehr wohl gefühlt. Es ist sehr schade, dass wir als Mannschaft so nicht mehr auf dem Platz zusammenkommen. Zum Abschluss wollen wir nochmal ein vernünftiges Level zeigen.“

(dma/say)
Mehr von Aachener Nachrichten