Aachen: Vizemeister Blau-Weiss Aachen denkt zunächst an Klassenerhalt

Aachen : Vizemeister Blau-Weiss Aachen denkt zunächst an Klassenerhalt

Die Meldefrist für die Tennis-Bundesliga ist abgelaufen, die Frauenmannschaft des deutschen Vizemeisters Blau-Weiss Aachen steht. „Wir gehen fast mit derselben Mannschaft in die Saison, mit der wir im vergangenen Jahr die Vizemeisterschaft geholt haben“, sagt Aachens Trainerin Steffi Fritschi, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Thilo weiterhin die sportliche Verantwortung für jene Mannschaft trägt, die das Duo zusammen mit dem sportlichen Leiter Marc Zander für die nächste Spielzeit verpflichtet hat.

Nicht mehr für den Klub aufschlagen wird die Belgierin Yanina Wickmayer, die vergangene Saison ein Einzel und ein Doppel für Blau-Weiss bestritt. Auch Veronika Kapshay steht dem Klub nicht mehr zur Verfügung. Die Ukrainerin hat geheiratet und den Verein informiert, dass sie kommende Saison nicht spielen wird. Einziger Neuzugang ist die 22-jährige Lisa-Marie Maetschke vom Marienburger SC in Köln. „Sie kommt als Stand-by-Spielerin und wird zunächst in unserer Oberliga-Mannschaft zum Einsatz kommen“, sagt Steffi Fritschi.

Eine fest vereinbarte Anzahl an Spielen gibt es für die top-gesetzten Akteurinnen bei Blau-Weiss nicht. „Wir werden, so wie es möglich ist, Absprachen mit ihnen treffen, je nachdem, wo sie gerade auf der Tour spielen. Alle haben uns zugesagt, so oft es geht, zur Verfügung zu stehen“, erklärt Thilo Fritschi. Das betrifft in erster Linie die Serbin Aleksandra Krunic (Weltrangliste-49.), die Belgierin Alison van Uytvanck (51.), die Kroatin Petra Martic (40.) und Doppelspezialistin Demi Schuurs aus den Niederlanden. Speziell sie haben im Ranking große Sprünge nach oben gemacht und dürften häufiger auf der Tour gefordert sein.

Es mag ein bisschen nach Tiefstapelei klingen, wenn das Trainer-Duo des deutschen Vizemeisters dieses Saisonziel ausgibt: „Zunächst wollen wir einfach nicht absteigen, weil es für uns, für den Verein, sehr schön ist, in der Liga zu spielen.“ Thilo Fritschi schiebt die Begründung nach: „Es kann in der Bundesliga alles passieren. Mit Hannover kommt ein ganz starker Aufsteiger hinzu, den amtierenden Meister Regensburg halte ich auch diesmal für unantastbar.

Der Nichtabstieg ist unser Minimalziel.“ Das passt einmal mehr zur Philosophie von Blau-Weiss Aachen: Erfolgsdruck ist tabu. Und genau das ist wohl der Schlüssel zum Erfolg. Die „Serie“ indes soll, sagt Thilo Fritschi schmunzelnd, nicht fortgesetzt werden: „2013 sind wir aufgestiegen, 2014 haben wir den Klassenerhalt geschafft, sind dann 2015 abgestiegen. 2016 folgte der Wiederaufstieg, letztes Jahr der zweite Platz, wäre nach dem Gesetz der Serie wieder der Abstieg an der Reihe.“ Aber der dürfte, da muss man nicht Prophet sein, eher kein Thema werden.

Die Mannschaft: Petra Martic (Kroatien/40.), Aleksandra Krunic (Serbien/Weltranglisten-49.), Alison van Uytvanck (Belgien/51.), Quirine Lemoine (Niederlande/322), Valentini Grammatikopoulou (Griechenland/187), Elyne Boeykens (Belgien/507.), Marie Benoit (Belgien/356.), Julia Kimmelmann (Deutschland/-), Magali Kempen (Belgien/489.), Demi Schuurs (Niederlande/-), Steffi Distelmanns (Belgien/-), Eva Wacanno (Belgien/-), Jule Salzburg (Deutschland/-), Lisa-Marie Maetschke (Deutschland/843.)

Die Spieltermine: So., 6. Mai, 11 Uhr: gegen Hamburg; Do., 10. Mai, 11.00: in Ludwigshafen; So., 13. Mai, 11.00: gegen Hannover; Fr., 18. Mai: spielfrei; So., 3. Juni, 11.00: in Stuttgart; Fr., 8. Juni, 13.00: gegen Regensburg; So., 10. Juni, 11.00: in Karlsruhe

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