Jülich: TTC Jülich mit Niederlage in der Tischtennis-Bundesliga

Jülich : TTC Jülich mit Niederlage in der Tischtennis-Bundesliga

Drittes Heimspiel, dritte Niederlage: Der TTC Indeland Jülich unterlag den TTF Ochsenhausen mit 1:3. Das war keine Sensation, sondern nur ein Resultat, das im Vorfeld der Partie noch deutlicher erwartet worden war. Und so verließ die Mannschaft des Aufsteigers in die Tischtennis-Bundesliga die Halle hoch erhobenen Hauptes unter dem Beifall der Zuschauer.

Die 150 Besucher hatten nicht erwartet, dass der TTC ausgerechnet gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Schwaben seine ersten Punkte holt. Doch was sich dann in der Box entwickelte war Spannung. Spannung, die in der Nordschulhalle eigentlich nicht auf der Tagesordnung gestanden hatte.

Die Tischtennisfreunde waren mit der kompletten Mannschaft schon am Samstag angereist und zeigten so, dass sie diese Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zu sehr hatte Cheftrainer Dimitrij Mazunow die 2:3-Pleite am Spieltag zuvor in Mühlhausen gewurmt. Und auch Ochsenhausens Präsident Kristijan Pejinovic hatte die 600 Kilometer von der Riss an die Rur mit dem Privat-PKW auf sich genommen.

Doch die Delegation aus Oberschwaben kam nicht ohne Probleme ins Ziel. Die Jülicher Gegenwehr war intensiver als es zu erwarten gewesen war. Schon im ersten Match musste der Franzose Simon Gauzy kämpfen, um sich in vier Sätzen gegen Martin Allegro durchzusetzen. Und der TTC-Akteur hatte die Chance auf mehr, als er im vierten Satz mit 6:1 führte, aber noch verlor. Danach war Dennis Klein gegen Jakub Dyjas, den EM-Dritten von 2016, an der Reihe. Klein war gut im Spiel, als ihn ein Netzroller den ersten Satz und in der Konsequenz auch das Spiel kostete.

Es folgte ein toller Auftritt von Robin Devos gegen Hugo Calderano. Der Belgier siegte glatt in drei Sätzen. Der dritte Durchgang war gar der Höhepunkt des Nachmittags. Der Brasilianer führte im dritten Satz mit 10:3, bekam dann „Eisen“ und ließ sieben Satzbälle aus. Es war Devos‘ dritter Sieg im vierten Einzel.

„Das tut richtig weh“, sagte Jülichs Trainer Miro Broda nach der dritten Niederlage. „Wieder fehlen nur ein paar Bälle, und du verlässt die Halle als Verlierer.“

Doch er sah auch die positiven Aspekte, die dieser Nachmittag mit sich brachte. „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit dieser Mannschaft mithalten können“, betonte er. Ob das aber ausgerechnet im nächsten Spiel auch zu Punkten führen kann, ist fraglich. Am 30. September steht das erste Auswärtsspiel an. In Düsseldorf.

Jülich — Ochsenhausen 1:3: Allegro — Gauzy 9:11, 4:11, 11:5, 9:11, Klein — Dyjas10:12, 6:11, 9:11, Devos — Calderano 11:9, 11:6, 14:12, Allegro — Dyjas 9:11, 9:11, 15:13, 11:13

Mehr von Aachener Nachrichten