Aachen/Oberbruch: Sparkassen-Hallencup: Gelingt den Uevekovener Damen der dritte Streich?

Aachen/Oberbruch : Sparkassen-Hallencup: Gelingt den Uevekovener Damen der dritte Streich?

0,7 Sekunden waren gespielt, da schockten die Sportfreunde Uevekoven Alemannia Aachen. Christel Behr, die auch beste Torschützin des Turnier war, fegte über das Spielfeld und traf zum 1:0.

Während die Aachenerinnen den schnellen Rückstand erst einmal verdauen mussten, spielte das frühe Tor dem Titelverteidiger in die Karten. Mit 4:2 siegte Uevekoven vor Jahresfrist und sicherte sich damit den Sparkassen-Hallencup zum zweiten Mal in Folge. Folgt nun am Samstag der dritte Streich?

Ein Blick auf das Tableau verheißt spannenden Hallenfußball, denn Uevekoven und Alemannia können erneut frühestens im Halbfinale aufeinandertreffen. Der Heinsberger Regionalligist muss sich in seiner Vorrundengruppe mit Mittelrheinligist Kohlscheider BC, Landesligist VfR Unterbruch und Kreisligist SV Eilendorf auseinandersetzen. Letzterer hatte sich als Zweiter seiner Gruppe in der Vorrunde durchgesetzt und dabei sogar Landesligist Sportfreunde Hörn verdrängt.

„Schön, dass es gegen die höher spielenden Teams geklappt hat. Wir haben einige Spielerinnen, die früher beim SVE in der Landesliga gespielt haben. Mädels, die gerade aus der Jugend kommen, komplettieren den Kader. Das ist eine gute Mischung“, sagte SVE-Coach Raphael Oestreicher und verspricht: „Wir haben ebenso in der Endrunde nichts zu verlieren. Also werden wir auch da munter aufspielen.“

Der VfR Unterbruch hatte seine Vorrundengruppe mit zehn Punkten gewonnen und dabei unter anderem Landesliga-Spitzenreiter Eintracht Kornelimünster das Nachsehen gegeben. „Mit zehn Punkten durch diese starke Gruppe so souverän durchzugehen, habe ich nicht erwartet“, war VfR-Trainer Guido Herzberg erstaunt. Der Landesliga-Aufsteiger hatte 2017 erstmals an der Endrunde teilgenommen, da aber noch mit null Punkten Federn lassen müssen. „Wir wollen nun besser abschneiden. Mit der in der Vorrunde gezeigten Leistung schielen wir diesmal auch ein wenig auf das Halbfinale“, erklärte Herzberg. Uevekoven war im vergangenen Jahr mit drei Siegen locker durch die Vorrunde marschiert, hatte dabei 20 Treffer markiert und nur ein Tor kassiert.

Die Alemannia muss sich in der Vorrunde mit Mittelrheinliga-Aufsteiger TuS Jüngersdorf-Stütgerloch, Landesligist SC Stetternich und Bezirksligist SCB Laurenzberg auseinandersetzen. Stetternich hatte sich in der Vorrunde als Gruppensieger qualifiziert, Laurenzberg als bester Zweiter der anderen Gruppe. „Ausschlaggebend war der Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Hörn. Da haben wir über die volle Distanz konzentriert gespielt und dadurch die Endrunde erreicht. Es ist toll, sich mit Gegnern wie Alemannia Aachen zu messen. Der Spaß steht im Vordergrund, aber ein Lerneffekt sollte natürlich auch da sein“, freut sich Stetternichs Coach Sebastian Müller auf die Finalteilnahme. Seine Akteurin Rebecca Scheer war übrigens mit neun Treffern die beste Torjägerin in der Vorrunde.

Mit Stetternich, auf das man in letzten Vorrundenspiel treffen wird, musste sich Aachen, das wie Uevekoven 2017 alle drei Vorrundenspiele gewonnen hatte, im vergangenen Jahr im Halbfinale auseinandersetzen, hatte damals mit 3:2 gewonnen. Und auch der Bezirksliga-Aufsteiger ist zu beachten. „Ich weiß, was mein Team in der Halle imstande ist zu leisten“, verweist SCB-Trainer Frank Krings auf das Vorjahresfinale der Aachener Hallenkreismeisterschaft, das sein Team knapp mit 0:1 gegen Alemannia Aachen verlor. Diesmal treffen die beiden Teams bereits im dritten Spiel ihrer Vorrundengruppe aufeinander.

Das Turnier wird am Samstag um 13 Uhr in der Don-Bosco-Halle in Oberbruch angepfiffen. Die beiden Vorrundengruppen spielen abwechselnd. Die Halbfinals sind für 16.40 bzw. 17.10 Uhr angesetzt, das Strafstoßschießen um Platz 3 für 17.40 Uhr, ehe um 17.50 Uhr das große Finale stattfindet.