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Aachen: Schickt Regensburg Julia Görges auf den Platz?

Aachen : Schickt Regensburg Julia Görges auf den Platz?

Ihre Zelte in Paris hat Julia Görges bereits abgebrochen. Die 29-Jährige aus Bad Oldeslohe verpasste den Einzug ins Achterfinale der French Open nach einer Niederlage gegen die US-Amerikanerin Serena Williams in zwei Sätzen (3:6, 3:6).

Damit hätte die Nummer elf der WTA-Weltrangliste eigentlich Zeit, am Freitag in Aachen aufzuschlagen. Görges ist die Top-Spielerin des Eckert Tennisteams Regensburg, das am Freitag ab 13 Uhr bei den Bundesliga-Frauen von Blau-Weiss Aachen am Luxemburger Ring aufschlägt.

Kommt sie oder kommt sie nicht? Das ist hier die Frage. Eine, die auch Steffi Fritschi am Donnerstag nicht beantworten konnte. „Ich habe mich wegen Görges zwar mit den Regensburger Kollegen kurzgeschlossen, aber verständlicherweise hält man sich dort bedeckt. So wie auch wir uns bisher bedeckt gehalten haben“, sagt die BW-Trainerin, die am Donnerstag selbst noch nicht wusste, wie ihr Team am Freitag aussehen wird.

Dabei sind es diesmal nicht diverse Turnierplätze in Europa auf die sie schielen muss. Aachens Top-Spielerinnen wie Petra Martic und Aleksandra Krunic sind an diesem Wochenende nicht bei einem Turnier im Einsatz. Dicke Fragezeichen gibt es trotzdem — und ein solches dürfte auch hinter Görges stehen.

„Die Spielerinnen bereiten sich momentan alle auf die Rasenturniere vor“, begründet Fritschi. Da Regensburg aber seinen Titel verteidigen will, aktuell mit 6:2 Punkten — wie Aachen — aber nur Tabellenzweiter ist, dürfte der Gast alles dransetzen, um in Aachen einen sicheren Sieg einzufahren. „Ich denke, dass Regensburg ein Top-Team stellen wird, schließlich gehören ihre ersten zwölf Spielerinnen alle zu den Top 150 der Welt“, kennt Fritschi die Stärke der Regensburger.

Was nicht heißt, dass Aachen sich keine Chancen ausrechnet. „Im vergangenen Jahr sind wir relativ demütig nach Regensburg gefahren, doch in diesem Jahr interessiert uns nicht, wer auf der anderen Seite des Netzes steht. Die Mädels sind nach den guten Ergebnissen alle selbstbewusst“, sagt Fritschi. 2017 unterlag Elyne Boeykens an Position eins Görges klar mit 1:6, 0:6. Erst im Champions Tiebreak mussten Magali Kempen und Demi Schuurs die Segel streichen. Den Ehrenpunkt zum 1:8 holte das Aachener Doppel Veronika Kapshay/Eva Wacanno im Champions Tiebreak.

„Es kommt darauf an, wen Regensburg aufstellt, aber wir haben eine Chance. Wir werden ein gutes Team haben, der harte Kern mit Quirine Lemoine, Marie Benoit, Magali Kempen und Elyne Boeykens steht auf jeden Fall zur Verfügung“, hofft Frischi am Freitag auch „auf eine volle Hütte“.