Walheim: Ringer-Bundesliga: Eintracht Walheim empfängt KSV Witten

Walheim : Ringer-Bundesliga: Eintracht Walheim empfängt KSV Witten

Die schlechte Nachricht vorweg: Das „Duell der Giganten“ fällt aus, wenn es am Samstag in der Halle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster zum Aufeinandertreffen der beiden Ringer-Bundesligisten Eintracht Walheim und KSV Witten kommt. Martin Otto, Eintrachts Superschwerer, ist fit.

Kasim Aras, das Walheimer Urgestein, das seit dieser Saison für Witten auf die Matte geht, ist nicht fit. Ein Abszess am Bizeps, der den 130-Kilogramm-Kämpfer bis hin zu Herzstechen quälte, musste operativ entfernt werden. Erst Dienstag wurde Aras aus dem Krankenhaus entlassen. „Mir musste der Arm aufgeschnitten werden, ich bin ziemlich platt im Moment“, sagte Aras, der nur als Zuschauer den Kampf verfolgen wird.

Es wäre der erste Fight in der Liga zwischen den beiden Schwergewichten geworden, die sich durch jahrelanges gemeinsames Training in- und auswendig kennen. Aber auch ohne dieses Highlight dürfte es, wie Teamsprecher Dieter Otto sagt, „mit Sicherheit einer der interessantesten Kämpfe der ganzen Saison werden. Die beiden dominierenden Mannschaften aus den letzten beiden Jahren in der zweiten Bundesliga West treffen aufeinander.“

Walheim kontra Witten ist traditionell auch immer ein Prestigeduell. „Da geht es auch um die Vormachtstellung in Nordrhein-Westfalen“, sagt Otto. In der letzten Saison war der KSV einen Tick stärker, gewann beide Kämpfe 18:6 und 11:8, war so auf diesen „inoffiziellen Titel“, wie Otto schmunzelnd formuliert, abonniert. Das soll am Samstag anders werden.

Revanche ist angesagt. „Spieletrainer Yaschar Jamali jedenfalls sieht realistische Chancen auf ein gutes Ergebnis: „Ein Sieg ist definitiv möglich“, sagt er. Das gilt nach Einschätzung des Gastgebers vor allem deshalb, „weil es in allen voraussichtlichen Paarungen so gut wie keinen eindeutigen Favoriten gibt“, erwartet Dieter Otto einen ausgeglichenen und deshalb hochspannenden Kampfabend.

Die meisten der zehn Fights bewertet der erfahrene Mannschaftssprecher als „offene Kämpfe“. Vorteile räumt er lediglich Stoyan Spasov (61 Kilogramm/Griechisch-römisch) und Gevorg Sahakyan (75 Kilogramm/Griechisch-römisch) ein. Gut möglich also, dass es die eine oder andere Überraschung gibt. Durch Martin Otto zum Beispiel, der nun nicht zur erhofften Liga-Premiere gegen seinen Freund Kasim Aras kommt. Er trifft wahrscheinlich auf Simeon Stankovich, den Otto 2016 besiegte.

(wp)
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