Eschweiler : Mit einer bestechenden Leichtigkeit

Eschweiler Jumping Festival: Marcus Ehning siegt beim Zwei-Sterne-Springen am Mittwochnachmittag.

Der Name ist Programm. Rasant und stilsicher, mühelos und fließend, so sehen die Runden von Marcus Ehning in der Regel aus, ob man ihn beim CHIO sieht oder, wie nun zum ersten Mal, beim Eschweiler Jumping Festival.

Er startete beim Grand Prix ** mit Calanda, einer elfjährigen Schimmelstute, die zwar schon achtjährig beim Aachen Youngsters Finale gelaufen war, sich nun aber nach längerer Verletzungspause wieder präsentierte. „Mit dem Parcours an sich hatte ich wenig Probleme. Calanda ist ein Pferd mit viel Temperament, da achte ich am meisten darauf, die Ruhe zu behalten“, schilderte Ehning den Umlauf.

Auch das Stechen, in das das Paar zwar nicht mit der schnellsten Zeit, aber mit bestechender Leichtigkeit gemeinsam mit zwölf von 50 weiteren Reitern und Pferden Einzug fand, bot ihm keine Klippen. Bei zwei engen Wendungen zwischen dem zweiten und dritten sowie vor dem vorletzten Hindernis gelang es dem Borkener, Zeit zu sparen. Mehr als eine Sekunde blieben sie schneller als die Zweitplatzierten. Insgesamt behielten Calanda und Ehning einen guten Rhythmus bei, der letztlich Garant zum Sieg war. Seine Elfjährige wird nun eine kurze Pause genießen, bevor sie in Hagen auf der Anlage von Kasselmann wieder an den Start gehen wird. Der Reiter gab in seiner kurzen wie prägnanten Art zu Protokoll: „In Eschweiler waren wir nicht zum letzten Mal.“

Ehning folgten eine Reihe internationaler Reiter, allen voran die Amerikanerin Giavanna Rinaldi auf Arsouille Du Seigneur, die bereits mehrere Prüfungen für sich entschieden hatte, vor dem Neuseeländer Bruce Goodin auf Backatorps Danny und der Französin Alexa Ferrer auf A Vie Du Calvaire.

In den kommenden Tagen wird der muntere Turniertrubel in Eschweiler weitergehen, mit dem kleinen Unterschied, dass ein weiterer Stern hinzukommt. „Die Prüfungen sind vergleichbar aufgebaut wie die bisherigen“, schildert Turnierleiterin Andrea McCartney. Es warten nunmehr 29 Nationen darauf, dass ihre Farben in Eschweiler vertreten sein werden. Die Turnierleiterin erklärt schmunzelnd: „Wir haben im neunten internationalen Jahr die 30 knapp nicht geknackt.“

Einige Top-Reiter werden dabei sein wie Pius Schwizer und Kollegen aus Brasilien, Israel oder Kanada. Zwei Reiter kommen am Sonntag direkt aus Miami, nachdem sie zuvor noch im Sonnenstaat an den Start gegangen sind. Auch der Europameister der Jungen Reiter, Cedric Wolf, sattelt sein Pferd sowie Vertreter aus dem Dreiländereck, zum Beispiel Frederik Knorren.

Am Wochenende gibt es neben großem Sport für die Kleinen ein Osterfest bei freiem Eintritt. Den Abschluss bildet der Grand Prix *** am Dienstagnachmittag, für den 60 Reiter zugelassen werden. Die Hindernisse werden auf 1,60 Meter Höhe gebaut. Wie der Grand Prix ** handelt es sich um eine Prüfung mit einem Umlauf und einem Stechen. Zwei Flutlichtspringen am Ostersonntag und Ostermontag reizen ebenfalls, den Weg nach Eschweiler zurückzulegen. Am Montag wird in den Abendstunden ein Masters ausgetragen, eine Art Mächtigkeitsspringen, bei der die verbliebenen Reiter jeweils bestimmen dürfen, welche Stange höher gelegt wird.

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