Alsdorf: Lokalmatadorin Kristina Ziemons siegt erneut beim Alsdorfer Duathlon

Alsdorf : Lokalmatadorin Kristina Ziemons siegt erneut beim Alsdorfer Duathlon

Kristina Ziemons lächelte. Sie hatte allen Grund dazu. Erst wenige Momente zuvor war sie als Erste des Elite-Powerman beim vom Marathon-Club Eschweiler ausgerichteten Duathlon eingelaufen. „Ich bin sehr glücklich“, erklärte sie freudestrahlend.

Getreu dem Sprichwort „aller guten Dinge sind drei“ sicherte sich die Aktive des DLC Aachen den deutschen Meister-Titel zum dritten Mal in Folge. Und das mit einer Zeit von 2:05:05. Hinter ihr liefen Steffi Jansen (2:05:38/PTSV Aachen) und Ulrike Schwalbe (2:06:23/Kulmbach) ein.

Powerman: Bei den Männern setzt sich Patrick Reger aus Baden-Württemberg durch.

Ziemons hatte mit einer Wiederholung ihrer vorherigen Erfolge nicht gerechnet. „Ich hatte eigentlich schon 2017 nicht mit dem Sieg gerechnet. Jetzt bin ich noch glücklicher als bei meinem zweiten Erfolg, weil ich das diesmal noch viel weniger erwartet hatte“, gab Ziemons zu. Der einfache Grund: „Die Konkurrenz-Situation war größer, und ich hatte den Eindruck, dass ich selbst in keiner so guten Form bin. Durch die Aufnahme in die internationale Powerman-Serie hatten einige Sportler gemeldet, die ich vor mir sah. Dass ich die Strecke kannte, war ein Vorteil.“

Ein wenig spielte es der Lokalmatadorin wohl auch in die Karten, dass zwei ihrer ärgsten Konkurrentinnen nicht angetreten waren. Die Weltranglistenerste Miriam Van Reijen (Niederlande) musste verletzt passen. „Das Glück hatte ich jetzt eben, ich will mich darüber nicht beschweren. Fest steht auf jeden Fall, dass ich nächstes Jahr wiederkomme.“

Und das liegt nicht nur an ihren drei Meistertiteln in Folge: „Das ist einfach eine tolle Veranstaltung. Racedirektor Patrick Thevis und sein Team machen den Duathlon populärer. Mir hat diesmal auch die Radstrecke besser gefallen, sie war etwas kurviger als zuvor.“

Ein Duathlon-Debütant siegt

Bei den Männern siegte mit Patrick Reger (Mengen; 1:44:09) ein Duathlon-Debütant. Hinter ihm liefen Jonas Hoffmann (Buschhütten; 1:45:14) und Gabriel Allgayer (München; 1:45:40) ein. Der 22-jährige Sieger ist im Triathlon zu Hause. „Da ich nicht der beste Schwimmer bin, wollte ich es mal mit Duathlon probieren. Das Format kam mir entgegen“, gestand er.

„Es klappte überraschend gut. Im ersten Lauf hat die Gruppe es mörderisch angegangen. Ich bin das Tempo mitgelaufen und habe gehofft, dass ich mich nicht verzocke. Zu dritt ging es aufs Rad. Nur einer klebte am Hinterrad, deshalb haben Hoffmann und ich ihn rausgefahren. Am letzten Berg bin ich weggezogen, weil ich wusste, dass er zu Fuß ein bisschen besser ist. Am Ende hat der Vorsprung gereicht“, ließ Reger den Duathlon Revue passieren.

Er war begeistert vom Alsdorfer Event: „Ein schöner, flacher, aber auch schneller Kurs. Die Zuschauer und auch man selbst hat immer alles im Blick. Man sieht immer gut, ob man ausbaut oder verliert. Das motiviert zusätzlich. Nächstes Jahr bin ich mit Sicherheit wieder hier. Meinen Titel möchte ich verteidigen.“ Hinter dem Weltranglisten-Sechsten Matt Smith (Australien; 1:49:19,76) wurde der Ranglisten-Dritte Thomas Briuns (Niederlande; 1:49:41,19) Zehnter.

„Es hat wieder funktioniert. Es gehen wieder alle glücklich nach Hause“, freute sich Organisator Patrick Thevis. Die „Powerman-Marke“ habe noch einmal 150 Athleten mehr in die ehemalige Bergbaustadt gelockt. „Das ist für uns als kleiner Verein im Dreiländereck eine große Ehre. Wir haben eine Internationalisierung immer angestrebt. Mit dem Einzug in die Powerman-Serie haben wir das geschafft.“

Der Rennleiter fügte an: „Ich bin unendlich stolz, dass wir dieses Event über die Bühne bekommen. Und ich freue mich sehr, dass sich die deutschen Athleten gegen die starken internationalen Starter durchsetzen konnten.“

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