Aachen: „Ladies“ sind im Auswärtsspiel in Suhl gefordert

Aachen : „Ladies“ sind im Auswärtsspiel in Suhl gefordert

Selten genug kommt es in der Volleyball-Bundesliga vor, dass eine Mannschaft so ins Unbekannte aufbricht wie die „Ladies in Black“ Aachen, als sie am Freitagmittag in den Bus Richtung Suhl stiegen. Denn der Tabellenneunte trägt wegen Umbauarbeiten seine Heimspiele zurzeit nicht in der angestammten Wolfsgrube aus, sondern empfängt die Gäste aus Aachen in der 30 Kilometer südwestlich gelegenen Multihalle Meiningen.

Hinzu kommt, dass die Thüringerinnen kurz nach dem Jahreswechsel den Trainer auswechselten und unter dem Polen Mateusz Zarcynski mutiger auftreten als zuvor und damit bereits erfolgreich waren. Der Heimsieg gegen Vilsbiburg und die umkämpften Sätze beim 0:3 gegen Schwerin dürften jedenfalls dafür gesorgt haben, dass es für die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum (Samstag, 19 Uhr) kein Selbstläufer sein wird, den angestrebten Auswärtssieg einzufahren.

Auch das glatte 3:0 der Aachenerinnen im Hinspiel liest sich glatter, als es der Spielverlauf tatsächlich hergegeben hat: Die Suhlerinnen führten in den ersten beiden Sätzen zur zweiten technischen Auszeit jeweils mit 16:13, bevor die Mannschaft um Kapitänin McKenzie Adams in der entscheidenden Phase die Durchgänge noch zu ihren Gunsten drehen konnte. Trotzdem baut die 47-jährige Niederländerin darauf, dass ihre Spielerinnen wieder an die starke Darbietungen der Hinrunde anknüpfen können. „Suhl hat sich im Vergleich zur Vorrunde deutlich gesteigert“, meinte van Hintum. „Wir müssen unbedingt unsere Leistung bringen, denn es ist wir die Punkte holen, um wieder in das Rennen um die Play-off-Plätze vier und fünf einzugreifen.“

Ein Auswärtssieg dürfte darüber hinaus auch auf das künftige Auftreten der Mannschaft Auswirkungen haben, denn in den kommenden Wochen stehen mit den Heimbegegnungen gegen Erfurt und Münster — nur unterbrochen von der Partie in Dresden — zwei richtungsweisende Partien an. Schon mit einem Drei-Punkte-Sieg in Suhl könnten die Aachenerinnen bei gleichzeitiger Heimniederlage des USC Münster im Spiel gegen Stuttgart wieder auf den fünften Tabellenplatz klettern. Das geht jetzt ungeheuer schnell“, blickt van Hintum sechs Spieltage vor Schluss schon dem Ende der Hauptrunde entgegen, „dann stehen bereits die Play-offs an. Da ist es gut für das Selbstbewusstsein, wenn wir unser Niveau wieder erreichen können.“

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