Ladies in Black gastieren in Vilsbiburg

Volleyball : Langzeitverletzte feiern ein gutes Comeback

Das Lob von Kamniks Trainer Gregor Rozman fiel üppig aus: „Jetzt kann ich verstehen, warum das hier ‚Home of Respect´ heißt.“

Sein Gegenüber Saskia van Hintum, die gerade mit ihrem Team trotz des 3:2-Erfolgs im Rückspiel gegen den slowenischen Klub aus dem Challenge Cup ausgeschieden war, widmete sich dagegen einem weniger blumigen Sachverhalt: „Schön, dass wir wieder alle Spielerinnen an Bord haben“, meinte die 48-Jährige.

Tatsächlich bestanden die beiden Langzeitverletzten Nicole Oude Luttikhuis und Taylor Agost die Feuerprobe auf ihren angestammten Positionen, was bei der am Samstag (19 Uhr) anstehenden Aufgabe in der Bundesliga durchaus den Unterschied machen könnte. Denn die Gastgeberinnen der Roten Raben Vilsbiburg rangieren zurzeit nur auf dem achten Tabellenplatz, dürften aber durchaus mehr Potenzial haben, als es die Platzierung vermuten lässt.

Vor allem die niederländische Außenangreiferin Oude Luttikhuis, die seit Mitte November an einer Bauchmuskelverletzung laborierte, feierte ein überzeugendes Comeback: Die 21-Jährige stand stabil in der Annahme, schlug eine Reihe von starken Aufschlägen und machte umgehend zwei Angriffspunkte.

Mehr taktische Möglichkeiten

Dass auch Diagonalangreiferin Taylor Agost nach ihrer Schulterverletzung wieder voll einsetzbar ist, erhöht die taktischen Möglichkeiten der Aachener Trainerin, die mit dem Doppelwechsel auf den Positionen Zuspiel/Diagonalangriff mit Aziliz Divoux/Maja Storck und Denise Imoudu/Taylor Agost wieder zwei gleichwertige Tandems aufbieten und auf Höhen und Tiefen in der Tagesform reagieren kann.

Von Verletzungssorgen geplagt war auch Timo Lippuner, der Trainer der Mannschaft aus Niederbayern – allerdings nur kurz: Seine etatmäßige Libera Myrthe Schoot, Kollegin und Konkurrentin von Aachens Abwehrchefin Kirsten Knip, hat sich am Meniskus verletzt und musste sich einer Operation unterziehen. Der Schweizer fand jedoch schnell Ersatz, und zwar keinen namenlosen, denn Trainingsgast Lenka Dürr besetzte kurzfristig die vakante Position. Die 28-jährige Libera der deutschen Nationalmannschaft startete ihre Karriere 2006 in Vilsbiburg.

Mit Blick auf die Tabelle wäre ein Erfolg für die Aachenerinnen im Fernduell mit Münster um den vierten Tabellenplatz ebenso wichtig wie aus psychologischer Sicht, denn die beiden folgenden Begegnungen in Dresden und gegen Schwerin werden ungleich härter.

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