Kuhaus Aachen verliert 2:4 in Mannheim

Tennis : Eine sehr bittere Pleite im Gepäck

Der TK Kurhaus Aachen unterliegt 2:4 bei Grün-Weiss Mannheim und verabschiedet sich aus dem Meisterrennen der Tennis-Bundesliga.

Für die Tennis-Profis des Bundesligisten TK Kurhaus Aachen war es ein Wellenbad der Gefühle. Zunächst lag die Mannschaft von Trainer Dominik Meffert beim Auswärtsspiel in Mannheim am gestrigen Sonntag klar mit 0:2 zurück. Nach der zweiten Einzelrunde gelang dem Lambertz-Team der 2:2-Ausgleich. Es folgte eine Satzführung in den Doppeln, doch am Ende setzte es eine bittere 2:4-Niederlage beim amtierenden Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim. „Das ist sehr ärgerlich. Davon müssen wir uns jetzt erst einmal erholen“, resümierte Kurhaus-Teamchef Alexander Legsding.

Die Meisterschaft rückt vor dem abschließenden Doppelspieltag am kommenden Wochenende (samstags in Sennelager und sonntags gegen Blau-Weiss Aachen) somit in weite Ferne. Denn bei drei Punkten Rückstand auf die beiden Führenden in der Tabelle, Krefeld vor Mannheim, ist der Sprung auf Platz eins nur noch rechnerisch möglich. „Das wird nicht mehr eintreffen. Es ist schade, dass unsere Meisterschaftsambitionen jetzt so abrupt enden“, unterstrich Legsding, der viel Wert darauf legt, dass seine Mannschaft die Saison „vernünftig zu Ende“ spielt.

Das Wort „Pech“ fällt in der Legsding-Analyse nach der Mannheim-Niederlage häufig. Zunächst fand Kurhaus-Akteur Tim Pütz in seinem Einzel gegen Manuel Pena Lopez besser ins Match. Doch beim Stand von 3:1 und 40:0 für den Aachener kippte eine Zuschauerin auf der Tribüne um. Das Spiel wurde für 15 Minuten unterbrochen. „Die Frau war schnell wieder auf den Beinen, aber Tim hat danach den Faden verloren“, erinnerte sich Legsding. 4:6 und 6:7 hieß es am Ende für den Argentinier. Da auch Felippo Baldi sein Match gegen Tobias Kamke verlor, lag Kurhaus nach der ersten Einzelrunde 0:2 zurück.

Im Anschluss sah es aus Aachener Sicht nicht viel besser aus. Sowohl Carlos Taberner als auch Kurhaus Spitzenspieler Pablo Cuevas gaben ihre ersten Sätze ab. Mit einem Kraftakt und unbedingtem Willen kämpften sich die beiden zurück und entschieden die Duelle doch noch zu ihren Gunsten. „Pablo hatte schon Matchbälle gegen sich, aber als er hörte, dass Carlos sein Spiel noch gewinnen konnte, hat er wie ausgewechselt gespielt“, sagte Legsding. So ging es mit einem 2:2 in die Doppel.

„Wir haben lange überlegt, wie wir aufstellen. Am Ende haben wir entschieden, unsere Top-Leute zu wechseln“, erläuterte der Teamchef. Das Duo Cuevas/Nils Langer ließ Kamke/Jeremy Jahn zunächst nicht den Hauch einer Chance. Mit 6:0 sicherten sie sich Satz eins, doch danach schlichen sich ein paar Fehler in das Spiel der Aachener ein, so dass Durchgang zwei und die anschließende „Verlängerung“ an die Gastgeber gingen. Auf dem Parallelplatz kämpften Pütz/Taberner noch um einen Zähler, doch im Tiebreak des zweiten Satzes hatten die Mannheimer Martinez-Portero und Andreas Beck in den entscheidenden Momenten das bessere Händchen. So hieß es am Ende 2:4 aus Aachener Sicht.

Mannheim - Kurhaus Aachen 4:2:  Pedro Martinez Portero - Pablo Cuevas 6:3, 5:7, 1:10; Tobias Kamke - Filippo Baldi 6:4, 6:2; Jeremy Jahn - Carlos Taberner 6:2, 3:6, 11:13; Manuel Pena Lopez - Tim Pütz 6:4, 7:6 (6); Martinez Portero/Andreas Beck - Taberner/Pütz 6:3, 7:6; Kamke/Jahn - Cuevas/Nils Langer 0:6, 6:4, 10:5

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