Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften 2019: Kein Glück für Sprintquartett der StG Regio Aachen

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften 2019 : Kein Glück für Sprintquartett der StG Regio Aachen

Das Sprintquartett der StG Regio Aachen patzen bei der DM beim zweiten Wechsel und werden disqualifiziert. Julia Krümpers hingegen erreichte ihr Minimalziel in Berlin.

Das Berliner Olympiastadion mit seiner blauen Rundbahn ist für die Leichtathleten immer noch ein besonderes Pflaster. „Es war meine erste richtige DM – und dann direkt im Olympiastadion“, sagte Julia Kümpers von der ATG. „Ist schon geil“, war Christoph Hansen nach dem Rennen über 4 x 100 Meter angetan vom weiten Rund. Und er erinnerte an die beiden Weltrekorde über 100 und 200 Meter, die Usain Bolt vor ziemlich genau zehn Jahren genau an dieser Stelle aufstellte. Für das Sprintquartett der StG Regio Aachen brachte die blaue Bahn allerdings kein Glück – Disqualifikation wegen Überschreitens des Wechselsektors.

Als Niclas Kruff, Christoph Hansen, Henrik Fischer und Julian Dorow Cristobal vom Stadionsprecher zum Interview gebeten wurde, wussten sie das allerdings noch nicht. Und eigentlich auch nicht, warum sie gerade ausgewählt wurden. „Weil wir am besten aussehen“, war dann die einhellige Meinung.

Das Quartett war zufrieden mit dem Rennen. „Saisonbestzeit im Olympiastadion“, freute sich Niclas Kruff. Christoph Hansen sah noch „Optimierungsmöglichkeiten“ bei den Wechseln. Doch der zweite Wechsel zwischen Hansen und Fischer lief nicht ganz regelkonform. Beim ersten Anlauf klappte die Staffelübergabe nicht, beim zweiten Versuch hatten die beiden Sprinter das Ende des Wechselsektors knapp überlaufen. „15 cm“ sagte Trainerin Michaela Alt, habe die Auswertung ergeben.

Gut 26.000 Zuschauer verfolgten am Samstagabend das Finale über 5000 Meter und den deutschen Rekord von Überfliegerin Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) in 14:26,76 Minuten. Außer der Zweitplazierten, der Ulmerin Alina Reh (15:19,42), mussten sich alle Läuferinnen eine Überrundung gefallen lassen. „Ich wusste vorher, dass das passieren wird“, konnte Julia Kümpers damit leben. „Unter 17 Minuten war Minimalziel“, sagte sie. Das klappte gerade noch so. Nach 16:59,04 Minuten war die ATG-Läuferin als 21. im Ziel.

Sie war in diesem Jahr bereits 16:49,09 Minuten gelaufen. „Ich hatte mir mehr erhofft“, räumte sie ein. „Mir fehlt noch das Quäntchen Selbstbewusstsein.“ Gerade angesichts einer solchen Kulisse.

Julia Kümpers lief in dem extrem hochklassigen Rennen – Klosterhalfen steht mit ihrer Siegeszeit aktuell auf Platz vier der Weltrangliste – in der hinteren Gruppe, setzte sich zwischenzeitlich auch mal an deren Spitze, musste dann aber wieder ein paar Konkurrentinnen vorbei lassen.

„Ich muss auf den unteren Distanzen mehr trainieren“, so ihre Erkenntnis. Es fehle ihr an Schnelligkeit. Überhaupt müsse sie etwas mehr Systematik in ihr Training bringen. „Ich habe keine richtige Saisonplanung, laufe alles durcheinander. Das will ich jetzt ändern.“ Trotzdem zeigte sie sich nach dem Rennen beeindruckt vom Olympiastadion und der Atmosphäre. „Es war eine tolle Erfahrung.“

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