Aachen: Ist bei den Germanen der Knoten endlich geplatzt?

Aachen : Ist bei den Germanen der Knoten endlich geplatzt?

Eine wichtige Erkenntnis aus dem Heimsieg über den FC Roetgen nahm Lukas Kraß, Co-Trainer von Germania Eicherscheid, mit: „Wir haben endlich auch mal ein Spiel gedreht bekommen.“ Der 27-Jährige kommt zudem zu der Ansicht, dass „es gut ist, dass wir nach einem Rückstand die Ordnung wieder gefunden haben“.

Nach dem prallen Auftaktsieg über Roland Millich (5:1) hatten die Germanen aus sechs Partien nur einen Punkt geholt. Doch jetzt ist die leidige Serie endlich beendet. Eine Serie anderer Art würde Arminia Eilendorf gerne ausbauen. Aus den letzten sieben Begegnungen holten die Arminen 19 Punkte. Mit Lukas Kraß und Frank Küntzeler, Trainer von Arminia Eilendorf, sprach Sigi Malinowski.

Arminia Eilendorf

Der eine oder andere Ligakenner mag sich möglicherweise nach Abschluss des ersten Spieltags amüsiert haben. Da verlor die sehr hoch gehandelte Arminia aus Eilendorf beim Aufsteiger Eintracht Verlautenheide mit 1:2. Unter Umständen war diese Niederlage für das Team von Frank Küntzeler aber der rechtzeitige Weckruf. Denn es folgten sechs Siege, ein Unentschieden und der Sprung an die Tabellenspitze. Frank Küntzeler ist natürlich stolz, sagt aber in einem Atemzug: „Würm-Lindern hat noch gar nicht verloren.“ Zuletzt wurde der SC Kellersberg mit einem halben Dutzend von Eilendorf nach Hause geschickt. Im Heimspiel davor bekam der FC Roetgen ein 0:5 verpasst. Nicht so ganz ins Bild passte vor knapp zwei Wochen das 1:1 in Beeck.

Trotzdem stehen die Eilendorfer dort, wo sie allgemein am Saisonende erwartet werden. Frank Küntzeler wirft ein: „Wir haben sicherlich bisher gut gepunktet. Aber die großen Duelle haben wir ja noch alle vor uns.“ Er hofft, dass bis dahin seine beiden neu geholten Stürmer Patrick Wirtz und Tobias Achterberg von ihren schweren Verletzungen genesen sind. Die anstehende Auswärtsaufgabe in Mariadorf geht der Coach „mit Vorsicht“ an. „Die Alemannen haben gerade schwer einen auf den Deckel bekommen. Das wird eine Reaktion bei der Mannschaft auslösen“, mahnt er.

Germania Eicherscheid

Noch hat Germania Eicherscheid den Abstiegsplatz nicht „abgeschüttelt“. Aber das Team von Spielertrainer Marco Kraß ist auf einem guten Weg, bald in angenehmere Tabellenregionen zu entfleuchen. Nach dem 2:1-Erfolg über den FC Roetgen hat der Kraß-Kader den Anschluss wieder hergestellt. „Ja klar, die Stimmung ist schon ein bisschen gelöster bei uns“, beschreibt Lukas Kraß die aktuelle Lage beim ehemaligen Landesligisten, der offenbar noch in der Findungsphase ist.

Lukas Kraß, Co-Trainer und Bruder des Chefs, räumte ein, „im Spiel gegen Roetgen war natürlich ordentlich Brisanz drin“. Dass der Knoten nun aber geplatzt sein soll, bewertet der Assistenzcoach doch noch sehr zurückhaltend. „Wir können derzeit nur von Spiel zu Spiel denken“, gibt er die Marschrichtung vor. Mit der Ergänzung: „Verlierst Du das nächste Spiel, dann war der Sieg auch nicht viel wert.“

Auch mit einer falschen Annahme möchte Lukas Kraß im Nachhinein noch aufräumen. „Das Spiel war kein besonderes für uns.“ Es habe keine erhöhten Glücksgefühle gegeben, weil man Ex-Trainer Bernd Schmitz die Punkte abnahm. Für das Auswärtsspiel bei der Zweiten des FC Wegberg-Beeck hat sich Germania vorgenommen, „auf jeden Fall etwas mitzunehmen“. Wie das umgesetzt werden soll? Kraß: „Wir werden uns etwas überlegen, um erfolgreich zu sein.“

Mehr von Aachener Nachrichten