Handball-Oberligist schlägt Dormagen II

Handball : HC Weiden liefert sich offenen Schlagabtausch

Der Handball-Oberligist setzt sich knapp mit 25:24 gegen Dormagen II durch. Nordrheinligist BTB Aachen mit 22:25-Niederlage beim TSV Bonn.

NORDRHEINLIGA

TSV Bonn – BTB Aachen 25:22 (12:9): Mit der Niederlage beim Tabellenführer können die Burtscheider gut leben. In der engen Bonner Halle waren es zunächst die Gastgeber, die sich auf 7:4 und 8:5 (21.) absetzen konnten. Die Aachener kämpften sich wieder auf 8:9 (27.) heran, doch vor der Pause setzte sich der TSV auf drei Tore ab. Auch zu Beginn von Durchgang zwei legten die Hausherren mit 16:12 (40.) bis zum 18:14 (43.) vor, ehe die Bandits in der Abwehr stabiler wurden und die Fehlerzahl reduzierten. Nach dem 21:21 (55.) legten die Bonner leicht vor und gingen nach dem Treffer zum 24:22 als glücklicher Sieger vom Spielfeld. BTB-Trainer Martin Becker resümierte: „Wir können die Halle mit erhobenem Haupt verlassen. Trotzdem wäre deutlich mehr drin gewesen, wenn wir uns weniger technische Fehler und einfache Ballverluste erlaubt hätten. Leider sind wir in der entscheidenden Endphase wieder in Unterzahl geraten und so konnte Bonn glücklich den Kopf aus der Schlinge ziehen.“

Aachens Torschützen: Wydera (5), Jacobs (4/3), Bökmann (3), Bock, Breuer, Schlumberger (je 2), Horn, Uerlings, Saive-Pinkall, Bleuel

OBERLIGA

Weiden – Dormagen II 25:24 (10:11): Die gut 300 Zuschauer sahen eine höchst intensive Auseinandersetzung gegen einen starken Gast, der mit Junioren-Nationaltorhüter Janis Boieck aus dem Zweitligakader den herausragenden Akteur in seinen Reihen hatte. An diesem bissen sich die Hausherren häufig die Zähne aus, was sich in vier vergebenen Siebenmetern und zahlreichen Fehlwürfen widerspiegelte. Von Beginn an überzeugte die HC-Abwehr und es gelang mit 4:2 (12.) vorzulegen. Dormagen glich gestützt auf eine sichere Defensive und zahlreicher Torhüterparaden zum 7:7 (23.) aus und legte mit 9:7 (26.) bis zum Seitenwechsel vor.

Nach dem Wiederanpfiff ging der Krimi richtig los. Die Gäste blieben bis zum 23:24 (59.) ständig in Reichweite. Sven Leonhardt markiert den letzten HC-Treffer und machte den vierten Heimsieg perfekt. Trainer Andreas Heckhausen war erleichtert: „Das war Kampf pur gegen einen starken Gegner. Ein Lob an das gesamte Team.“

Weidens Torschützen: Leonhardt (6/2), Micke (6/3), Wolff (4), Hoffmann, Beckers, Scheidtweiler, Habisch (je 2), Weidenhaupt

FRAUEN, NORDRHEINLIGA

Weiden – Duisburg 31:20 (13:8): Weiden hat den dritten Sieg in Folge eingefahren und somit den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf fünf Punkte ausgebaut. Nach acht Minuten, beim Zwischenstand von 4:4, folgte die beste und auch schon spielentscheidende Phase. In der Abwehr hatte man nun Zugriff auf die gegnerischen Aktionen, die im Abwehrverbund verhindert wurden. Angetrieben von Lynn Buerschaper, die fünf Tore in der ersten Hälfte erzielte, wurden die daraus resultierenden Schnellangriffe und Angriffsaktionen eiskalt zu einem 8:0-Lauf genutzt. Die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte agierte das Team zu passiv, so dass die GSG bis zur Halbzeit verkürzte.

Die Traineransprache schien zu fruchten, denn der HC setzte sich über 16:9 bis 20:12 (42.) ab. Duisburg gab sich noch nicht geschlagen und kam auf 17:21 heran. Weiden blieb ruhig und besann sich wieder auf die Stärken. So konnte sich das Team wieder sukzessive absetzen und einen nie gefährdeten Sieg einfahren.

„Die Schwächephasen waren unnötig. Wir haben den Gegner mit unseren Nachlässigkeiten wieder stark gemacht“, resümierte Marc Schlingensief und ergänzte: „Wir hatten die ganze Zeit das Heft in der Hand und ich hatte keine Zweifel an einem Sieg. Erfreulich war das verbesserte Gegenstoßspiel.“ Neben Lynn Buerschaper erhielten auch Elisa Gilliam und Alina Welter ein Sonderlob vom Coach. Das 18-jährige Trio steuerte mehr als die Hälfte aller HC-Torebei.

Weidens Torschützinnen: Buerschaper (6), Welter (6/3), Gilliam, Stärk (je 4), Fischer (4/1), Schwark, Doum, Küpper (je 2), Schleicher

FRAUEN, OBERLIGA:

Roetgen – SR Aachen 14:21 (3:11): Die Erfolgsstory von Schwarz-Rot Aachen ging auch in Roetgen weiter. Zusätzliche Motivation bekam der Derbysieger aus Aachen durch das Pokalaus, dass die Roetgenerinnen kürzlich dem Nachbarn verabreichten. „Das hat uns schon ein bisschen gepusht“, meinte SR-Trainerin Judith Keulers augenzwinkernd. Schon zur Pause zeichnete sich der klare Aachener Sieg ab. „Wir haben das Spiel völlig verschlafen und auch keinen Charakter gezeigt“, sagte TV-Trainer Eric Ortmann. Sein Team setzte zwar in der zweiten Halbzeit zur Aufholjagd an, kam bis auf drei Treffer (12:15) heran. Aber dann packten die Gäste ihre Siegermentalität wieder aus und fuhren das Spiel nach Hause. „Wir haben heute von einer sehr guten Abwehrarbeit einschließlich unserer Keeperin Fredy Hahne profitiert“, freute sich Keulers.

Roetgens Torschützinnen: Li. Cosler (7/3), S. Switala, Matlinska, Lühn (je 2), Schmal, Schüler

Aachens Torschützinnen: M. Stein (8/5), Billmann (4), vom Hemd (3), Schirmer (2), Breuer, Amazar, Schenker, Rick

(hec/mali)
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