Hallencup: Würm-Lindern gewinnt Vorrunde, Team in Halle eingeschlossen

Hallencup 2019 : „Ein Riesending“ für Union Würm-Lindern

Der Bezirksligist gewinnt das Finale gegen Teveren 5:2, feiert die Qualifikation für die Endrunde ausgiebig – und wird in der Halle eingeschlossen.

Die Siegerehrung war gerade erst ein paar Sekunden vorbei, da starteten auch schon die Feierlichkeiten. Die Spieler der SG Union Würm-Lindern hüpften, tanzten und sangen sich in einen Rausch. Ihre Botschaft, die sie in der Karl-
Fischer-Halle lautstark verkündeten: „Da kannst du jeden in Deutschland fragen, die SG Union ist einfach nicht zu schlagen.“

Mit 5:2 hatte sich der Bezirksligist im Finale gegen den Landesligisten FC Germania Teveren durchgesetzt und so das Ticket für die Endrunde des Sparkassen-Hallencups, den unsere Zeitung präsentiert, gesichert. Das war eine kleine Überraschung, eine kleine Sensation war der Mannschaft von Trainer Hermann-Josef Lambertz zuvor gelungen: In der Gruppenphase hatte Würm-Lindern den Mittelrheinligisten und großen Favoriten FC Wegberg-Beeck ausgeschaltet. „Wenn Beeck mitspielt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass du gewinnst“, wusste nicht nur Kapitän Pascal Thora. „Aber wir haben es geschafft.“ Der Sieg wurde gebührend gefeiert, sogar so lange, dass die Halle bereits abgeschlossen war, als sich das Siegerteam noch in der Umkleidekabine befand.

„Wir haben zum Glück noch einen Kasten Bier gefunden, haben die zweite Halbzeit gegen Beeck nachgespielt, und um 23 Uhr wurde die Halle dann auch schon wieder aufgeschlossen“, sagt Thora und lacht. Der 31-Jährige weiß, wie es sich anfühlt, sogar die Endrunde zu gewinnen; 2012 hatte er sich mit Rheinland Dremmen die Krone aufgesetzt, mit zehn Treffern wurde er bester Torschütze des Turniers. Und doch sagt Thora nach dem Gewinn der diesjährigen Vorrunde: „Das ist ein Riesending – für mich persönlich, aber vor allem für den Verein.“

Überraschender Führungstreffer

Nach dem Coup in der Gruppenphase ließ der Außenseiter auch im Finale gegen den klassenhöheren Kontrahenten Teveren keinen Zweifel aufkommen, dass er sich für das große Finale in Aachen qualifizieren will. Für das erste Ausrufezeichen sorgte Jan-Niklas Janes, der Abwehrspieler traf aber nur die Latte. Dass der erste Treffer, dann auf das Konto der Germanen ging – Mehmet Yilmaz hatte getroffen – war nach Lage der Dinge eher überraschend, zumal Teveren nach einer Zwei-Minuten-Strafe in Unterzahl spielte. Aber noch vor Ablauf der Zeitstrafe glich Würm-Lindern durch ein Eigentor der Germanen aus. Als Yannik Schlömer und Mark Lambertz eine 3:1-Führung herausschossen, wurde es laut in der Halle. Teveren steckte nicht auf, verkürzte durch Jeremy Nzerue auf 2:3. Eine weitere Zeitstrafe zwei Minuten vor dem Ende sollte die Träume der Germanen von der Endrunde aber zunichte machen. Denn die Unioner René Lambertz und Steven Kohnen stellten mit ihren Treffern den Endstand her. „Wir sind selbst Schuld, dass wir verloren haben. Wir haben in wichtigen Situationen Zeitstrafen kassiert. Jeder Spieler muss wissen, dass der Verein das Wichtigste ist“, ärgerte sich Teverens Coach Rob Hutting, dass sein Team am Samstag nicht in Aachen antreten wird. Als bester Zweiter der Vorrunden Düren und Heinsberg sicherte sich der 1. FC Düren das Ticket für die Endrunde.

„Ich wusste, dass wir eine gute Hallenmannschaft haben. Aber man braucht auch ein Quäntchen Glück, das wir in den Jahren zuvor nicht hatten“, sagt Thora, der sich noch genau an das knappe 1:2 im Finale 2018 gegen Wegberg-Beeck erinnert. Diesmal war das Glück auf Unioner Seite, „davon werden wir noch lange erzählen.“ Sollte Würm-Lindern auch bei der Endrunde für Furore sorgen, wäre noch mehr Gesprächsstoff vorhanden.

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