Gewinnt der Tennisklub Kurhaus Aachen zum Auftakt gegen Rot-Weiß Köln?

Tennis-Bundesliga : Ein Sieg zum Auftakt für den TK Kurhaus?

Der TK Kurhaus Aachen empfängt zum Start der Tennis-Bundesligasaison am Sonntag Rot-Weiß Köln. Die Kaderplanung ist fast abgeschlossen. Aufsteiger Blau-Weiss Aachen reist in Minimalbesetzung zum TC Weinheim.

Es ist eine Situation, die Alex Legsding nur zu gut kennt. Auch in diesem Jahr verbringt der Teamchef des TK Kurhaus Aachen vor dem ersten Spieltag der Tennis-Bundesliga viel Zeit vor dem Rechner und verfolgt gespannt, wie seine und die gegnerischen Spieler in der ersten Woche des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon abschneiden. Frühzeitig Planungssicherheit zu haben, ist in diesen Tagen ein schwieriges Unterfangen; Legsding ist aber schon ziemlich weit, was die Kaderplanung vor dem Stapellauf 2019 gegen Rot-Weiß Köln am Sonntag (11 Uhr) betrifft. „Wir haben eine gute Mannschaft zusammen“, sagte Legsding am Freitag. „Ich hoffe, dass wir mit einem Sieg in die Saison starten.“

Die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht: Der Uruguayer Pablo Cuevas, der in der Horrorsaison 2018 im Aachener Trikot ungeschlagen war, steht zum Auftakt ebenso zur Verfügung wie Kurhaus-Urgestein Steve Darcis; beide sind in London im Einzel in der zweiten Runde ausgeschieden und haben früh ihre Zusage gegeben. Neuzugang Filippo Baldi wird ebenfalls im heimischen Kurpark aufschlagen, und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass auch sein italienischer Landsmann Salvatore Caruso gegen Köln spielen wird. Eine weitere Zusage hat Legsding von Nils Langer erhalten. „Wir hätten unserem Publikum gerne auch Jan-Lennard Struff präsentiert“, sagte Aachens Teamchef. Die deutsche Nummer zwei ist aber noch in Wimbledon im Einsatz.

An den Auftaktgegner hat gute ­Erinnerungen: In der vergangenen Saison gelang dem Lambertz-Team der einzige Saisonsieg im rheinischen Derby in Köln. „Ich rechne damit, dass Rot-Weiß eine gute Mannschaft stellen wird“, orakelte Legsding mit Blick auf die Meldeliste des Kontrahenten. Neben dem Italiener Andreas Seppi (ATP-Ranking 73) könnte auch der Franzose Gregoire Barrere (116) für die Kölner aufschlagen.

BW Aachen hat Nummer eins dabei

Marc Zander geht sogar noch einen Schritt weiter, wenn er an den ersten Gegner denkt. Der Teamchef von Blau-Weiss Aachen sagte: „Ich erwarte einen sehr starken Gegner. Uns steht eine ganz schwere Partie bevor.“ Sein Team reist am Samstag mit einem Mini-Kader zum TC Weinheim. Neben dem an eins gesetzten Inder Prajnesh Gunneswaran, der in Wimbledon in der ersten Runde scheiterte, werden noch die drei Belgier Yannick Mertens, Germaine Gigounon und Yannik Reuter für den Aufsteiger aufschlagen.

Die Reisegruppe könnte allerdings noch vergrößert werden, sollte die Auslosung des Challenger Turniers in Braunschweig ergeben, dass zwei Aachener Spieler erst am Montag antreten müssen und nicht bereits am Sonntag. „Dann würden wir noch ein bisschen Verstärkung erhalten“, sagte Zander, der damit rechnet, dass Weinheim am Sonntag viele Spieler aus der oberen Hälfte der Meldeliste zum Auftakt aufbieten wird. Deshalb ist die Ausgangslage für den Teamchef der Blau-Weissen auch eindeutig: „Wir haben in Weinheim nichts zu verlieren. Für uns ist es eine Ehre und ein Privileg, dass wir wieder in der Ersten Liga mitspielen dürfen.“ Viele hochklassige Begegnungen dürften auf jeden Fall garantiert sein.