Fußball: Gelingt der Viktoria eine Überraschung?

Fußball : Gelingt der Viktoria eine Überraschung?

Der Fußball-Mittelrheinligist aus Arnoldsweiler erwartet Regionalliga-Absteiger Wegberg Beeck. 1. FC Düren kontra Deutz, Borussia Freialdenhoven in Alfter.

Vikt. Arnoldsweiler – FC Wegberg-Beck: Den ersten wirklich großen Brocken hat Arnoldsweiler vor der Brust. Wegberg-Beeck ist der höchstgehandelte Meisterschaftsfavorit. Die mit dem punktgleichen Tabellenführer Bergisch Gladbach auf Tuchfühlung befindlichen Gäste werden sich bei den Kleeblättern gewiss nicht auf einen offenen Kampf einlassen, sondern ihre spielerische Qualität in die Waagschale werfen.

„Hier müssen wir ansetzen und versuchen, mit kompaktem Defensivspiel und aggressivem Zweikampfverhalten den Beeckern den Schneid abzukaufen“, sagt Trainer Thomas Virnich. Dabei weiß er auch, dass die Chancen auf einen Sieg am ehesten dann in Frage kommen, wenn die Gäste nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen.

Die sicher wenigen Torgelegenheiten, die die Viktoria vielleicht erhält, müssen dann konsequent genutzt werden. In fünf Partien kassierten die Beecker allerdings nur drei Törchen, allerdings ist deren Torausbeute mit acht Treffern ebenfalls nicht viel höher als die der Viktoria. „Wir müssen auf jeden Fall schauen, dass wir nach hinten dicht gestaffelt stehen und uns mit schnellem Umschaltspiel die eine oder andere Torchance erarbeiten“, so Virnich. Dass sein junges Team die Außenseiterrolle innehat, ist ihm bewusst. Dennoch wollen seine Jungs ihr Revier mit Leib und Seele verteidigen und vielleicht durch einen „Lucky Punch“ für die Überraschung sorgen.

Personell scheint das möglich, denn außer Stammatis Chouliaras steht ihm der komplette Kader zur Verfügung. So wird unter anderem auch Dominik Hahn als robuster Zweikämpfer wieder in der Startformation stehen. (hpj)

1. FC Düren – Deutz: Dafür, dass der 1. FC Düren in vier von fünf Fällen nicht schlechter war als der Gegner, nimmt sich die messbare Bilanz vor Spieltag sechs mit vier Zählern recht dürftig aus. Beim 1:1 in Frechen wurde der erste Punkt solide und konzentriert eingefahren, dann feierte man mit dem spät herausgeschossenen 3:0 gegen Merten verdient den ersten Sieg der Vereinsgeschichte, bevor am letzten Sonntag beim 3:5 in Bergisch Gladbach das Kräfteverhältnis nicht angemessen widergespiegelt wurde.

Nicht nur Bernd Lennartz, der FCD-Coach fand, dass „das ein Spiel mindestens auf Augenhöhe war. Aber wir haben in drei Situationen drei Mal keine gute Entscheidung getroffen, und das hat der Gegner bestraft.“ Die Videoanalyse lieferte Erkenntnisse über die gravierendsten Fehler. „Es ist wichtig, dass wir Dinge objektivierbar machen: Wie stehen wir falsch bei Gegentor Nummer drei, was läuft schief bei Gegentor vier?“

Diese Analyse erfolgt früh in der Trainingswoche, erst gegen Ende entscheidet das Trainerteam dann, ob es personell Veränderungen im Vergleich zum letzten Spiel gibt. Selbstredend war dem erfahrenen Coach unter der Woche nicht zu entlocken, ob und wenn ja, welche Umstellungen es denn für das Spiel gegen den Aufsteiger Deutz 05 (aktuell Vierter) geben wird.

In der Aufstiegssaison brillierten die Kölner mit mehr als 90 Toren, ganz früh im Jahr hatte der Aufstieg in die Mittelrheinliga festgestanden. Vor allem die Offensivspieler Allegre, in 17/18 37 Treffer, und Teixeira, aktuell schon vier Tore, schreien geradezu danach, ihnen Gegenspieler an die Seite zu stellen, die zu ihnen passen und Mittel haben, sie zu stoppen. (dma)

Alfter – Bor. Freialdenhoven: Nach dem glänzenden Auftritt am vergangenen Spieltag in Friesdorf will Borussia Freialdenhoven auch beim VfL Alfter punkten. „Ich will drei Zähler“, sagt Trainer Wilfried Hannes. Dabei ist die Ausgangssituation in Alfter sehr ähnlich derjenigen wie vor Wochenfrist gegen Friesdorf. Sowohl Alfter als auch Friedsdorf sind Mannschaften, gegen die Freialdenhoven in den letzten Jahren nicht oder kaum gewonnen hatte. „Ich hab die Spieler gefragt, nur Schneider konnte sich an zwei Siege gegen Alfter in den letzten acht Jahren erinnern“, so Hannes.

Gegen Friesdorf gelang es, „den Bock umzustoßen“, wie der Trainer launig umschrieb. Und gegen Alfter will Hannes das wiederholen. Obwohl der Ex-Profi den Gegner in dieser Saison noch nicht gesehen hat, weiß er, dass es schwer werden wird: „Alfter wird uns nicht viel Raum lassen. Da wird es darauf ankommen, auch auf engem Platz das Spiel zu machen.“ Nach dem Trainerwechsel in Alfter sei die Mannschaft noch kompakter geworden.

„Wir sind gut drauf, das ist wichtig“, betont der Borussen-Coach, der die Begegnung noch unter einem weiteren Aspekt angeht. Denn Freialdenhoven erwarten drei schwere Spiele in den nächsten acht Tagen: am Sonntag in Alfter, am Mittwoch im Kreis beim Pokalendspiel gegen Ligakonkurrent 1. FC Düren, am nächsten Wochenende ist dann der FC Hürth zu Gast an der Ederener Straße.

Da Marcus Weber noch eine Grippe schwächt, erscheint der Einsatz von Jehia Makki ziemlich wahrscheinlich. Der Trainer betonte, dass er großes Vertrauen in seine Reservespieler habe. Damit scheint auch der Einsatz von Hussein Alawie für Yannick Kuhnke möglich. (tm)