1. FC Düren: Frustrierende 90 Minuten für die Gastgeber

1. FC Düren : Frustrierende 90 Minuten für die Gastgeber

Der 1. FC Düren kassiert eine 0:3-Niederlage gegen Frechen 20. Standardsituationen sind der Schlüssel zum Erfolg für die Gäste.

Es läuft noch nicht für den 1. FC Düren im neuen Jahr: Eine Woche nach dem 1:1 beim SV Siegburg, wo nach starker Leistung nur das Ergebnis nicht stimmte, verloren die Blau-Gelben das „Aufsteigerduell“ in der Fußball-Mittelrheinliga gegen Frechen 20 deutlich mit 0:3. Passend zur Witterung legte der FCD also einen Kaltstart in die Rückrunde hin und tritt für den Moment auf der Stelle anstatt früher und üppiger zu punkten, als das im Herbst der Fall gewesen war.

Um einzuordnen, warum es am Ende so eindeutig war, hilft ein Blick auf das Zustandekommen der Tore. Die ersten beiden am Ende der ersten Hälfte entsprangen Standards, die von den Dürenern zugegeben mies verteidigt wurden. Weder bis dahin noch in Hälfte zwei, als sie dann ja auch nicht mehr wirklich mussten, hatten die 20er aus dem Spiel heraus Zwingendes zu bieten.

Wenig zuzulassen war auf dem Kunstrasenplatz im Schatten der Helmut-von-den-Hoff-Tribüne aber auch schon das Einzige, was an diesem Nachmittag einigermaßen funktionierte. Die Kontrahenten, die ähnlich ans Werk gingen, neutralisierten sich über weite Strecken, mit leichten Vorteilen für Düren in der ersten halben Stunde. Dogukan Türkmen (6.), Dominik Dick (15.) nach einem Freistoß und Julian Wiersberg per Kopf nach einer Ecke von Philipp Simon (24.) näherten sich dem Frechener Tor an, den Puls der Zuschauer wirklich nach oben trieben diese Szenen aber nicht.

Dann bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen, der fragwürdig war und Felix Krellmann zog den Ball von halblinks direkt aufs Tor. Der Wind war zwar nicht so brachial wie in den Tagen davor, aber er machte es schwer für Steffen Wirtz im Dürener Tor, die Kurve des Spielgeräts einzuschätzen. Am Ende schlug es dann direkt unter der Latte ein, ein Treffer zum 0:1, der nicht unhaltbar wirkte (36.).

Das 0:2 war nicht weniger ärgerlich, weil Oliver Noster, einer der beiden großen Frechener Innenverteidiger, nach einer Ecke nicht einmal hochspringen musste, um den Ball einzunicken (40.). Damit, das war zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht klar, war die Begegnung fast schon entschieden, weil sich der FC Düren unglaublich schwer tat, Druck auf das Tor des Gegners auszuüben.

„Mir hat heute das Zutrauen gefehlt, das Spiel noch umzubiegen. Wir haben es zu Beginn ja nicht schlecht gemacht, gehen durch zwei Fehler in Rückstand und waren dann einfach nicht griffig und gallig genug. Zudem hatten wir heute kaum Zug zum Tor, was auch mit der fehlenden Präsenz im Strafraum zu tun hatte“, sagte Bernd Lennartz, der Trainer der Blau-Gelben.

In der Nachspielzeit traf Krellmann noch zum 0:3, aber das war nicht mehr wirklich erheblich nach diesen für die Gastgeber frustrierenden 90 Minuten.
FCD: Wirtz - Dick (34. T. Braun), Becker, Wiersberg, Störmann, Kurzke (74. Schröteler), Kocak, Behr, Fichtl (84. Frohn), Simon, Türkmen

(dma)