Boxen: Endrit Ademi lässt dem Europameister keine Chance

Boxen : Endrit Ademi lässt dem Europameister keine Chance

Für Boxer Endrit Ademi war es eine Premiere. Das Nachwuchstalent des BC Helios Aachen durfte erstmals die deutschen Farben bei einem Länderkampf vertreten.

Mit der U 15 lieferte er sich im thüringischen Saalfeld einen Schlagabtausch mit der irischen Auswahl. „Es war eine Ehre, für Deutschland zu boxen“, betont der 14-Jährige, der seinen Kampf gegen Adam Olaniyan souverän nach Punkten für sich entscheiden konnte.

Sein Gegner war dabei kein unbeschriebenes Blatt, denn der Ire ist amtierender Europameister in seiner Altersklasse. „Das hätte man uns ruhig vorher sagen können, denn Endrit hat erst vor Ort erfahren, auf welchen Gegner er trifft“, verdeutlicht Trainer Hermann Kehren, der seinen Schützling aus terminlichen Gründen nicht nach Saalfeld begleiten konnte. „Wir haben aber in regelmäßigem telefonischen Kontakt gestanden und ich habe den Kampf live im Internet verfolgt“, unterstreicht der erfahrene Coach.

Vom ersten Gong an habe der 1,87 Meter große Boxer seine außergewöhnliche Klasse gezeigt, berichtet Kehren: „Ich habe zwar auch noch Fehler gesehen, aber unter dem Strich hat er top geboxt. Seine Schlaghand ist sehr gut gekommen und er konnte alle drei Runden für sich entscheiden.“

Nach dem Kampf heimste der 14-Jährige nicht nur das Lob seiner Teamkameraden ein, auch die irischen Auswahltrainer zollten dem 80 Kilogramm schweren Boxer ihren Respekt. „Endrit hat in diesem Jahr extrem viel geleistet. Er ist Deutscher und Südholland-Meister, hat sich die Goldmedaille beim Black Forest Cup gesichert und jetzt einen Länderkampf bestritten“, sagt Kehren, der dem jüngeren der Ademi-Brüder nun eine Wettkampfpause gönnt. „Im kommenden Jahr wird er von den Kadetten zu den Junioren wechseln. Da muss er sich dann wieder beweisen. An der DM im Frühjahr wird er dann wieder teilnehmen“, stellt Kehren klar, der nun wieder intensiver mit Ismet Ademi trainieren wird. Nach einer längeren schulbedingten Pause wird der 17-jährige Mitte November bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Jugend in Köln wieder in den Ring steigen. „Wenn die beiden so weiterarbeiten, dann bin ich überzeugt, dass sie auch in Zukunft für Aufsehen sorgen“, sagt Kehren nicht ohne Stolz.

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