Aachen: Ein richtungsweisendes Spiel für Kurhaus Aachen

Aachen : Ein richtungsweisendes Spiel für Kurhaus Aachen

Es ist ein richtungsweisendes Spiel für den TK Kurhaus Aachen. Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen will der Tennis-Bundesligist am Sonntag beim Aufsteiger TV Reutlingen mindestens einen Zähler entführen. „Wir dürfen unter keinen Umständen verlieren“, verdeutlicht Kurhaus-Teamchef Alex Legsding.

Wer für den Tabellenachten zum Schläger greifen wird, ist noch ungewiss. Bislang hat Legsding die Zusagen des Chilenen Christian Garin, des Italieners Salvatore Caruso, des Spaniers Guillermo Olaso sowie von Nils Langer.

Der Teamchef hofft jedoch, dass einer seiner beiden Topspieler, der Spanier Roberto Bautista Agut oder der Uruguayer Pablo Cuevas, kurzfristig noch in die Mannschaft rückt. „Roberto will uns in Reutlingen helfen, aber er hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen. Als einer der topgesetzten Spieler möchte er am Mittwoch beim ATP-Turnier in Gstaad an den Start gehen. Jeder Tag der Erholung ist daher wichtig für ihn“, rechnet Legsding nicht unbedingt mit einer Zusage des Spaniers.

Bei Cuevas sieht die Sache anders aus. Der Südamerikaner steht noch nicht im Hauptfeld der German Open am Hamburger Rothenbaum. „Es kann gut sein, dass er noch durch die Qualifikation muss. Sollte er in der ersten Runde scheitern, könnte er eine Option für uns werden“, hat Legsding die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Generell zieht sich das Verletzungspech wie ein roter Faden durch die noch junge Saison des TK Kurhaus. Neben Bautista Agut fehlen sechs weitere Akteure aus dem 14 Spieler umfassenden Kader der Aachener. Der Belgier Steve Darcis fällt bis Ende des Jahres mit einer Schlagarmverletzung aus. Cedrik-Marcel Stebe ist nach seiner Handgelenks-OP noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.

Der Portugiese Gastão Elias sagte seine Teilnahme am ATP-Turnier im schwedischen Bastad wegen einer Schulterverletzung kurzfristig ab. Der Slowake Norbert Gombos weilt verletzt in den USA und der Belgier Julien Cagnina wurde ebenfalls am Handgelenk operiert. „So etwas habe ich in meiner 22 jährigen Tätigkeit für Kurhaus noch nicht erlebt“, seufzt Legsding, der dennoch zuversichtlich nach Reutlingen reist. „Wir werden eine gute Mannschaft stellen. Und auch wenn wir verlieren sollten, ist ja noch alles möglich“, sagt der Teamchef, der davon ausgeht, dass fünf oder sechs Punkte für den Klassenerhalt ausreichen sollten.

Die Reutlinger haben indes die ersten drei Duelle jeweils 1:5 verloren und führen das Tableau von hinten an. „In allen drei Spielen war etwas drin für uns“, wird Reutlingen-Coach Daniel Stöhr in der „Südwest Presse“ zitiert, „jetzt wird es Zeit, dass das Glück auch mal auf unserer Seite ist.“

(lb)
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