Kegeln: Ein Koffer voller Medaillen für Kathi Schmitz

Kegeln : Ein Koffer voller Medaillen für Kathi Schmitz

Mit einem Koffer voller Medaillen ist Katharina „Kathi“ Schmitz von der Kegel-Weltmeisterschaft zurückgekehrt.

Die 25-Jährige, die in der vergangenen Saison mit der SG Aachen-Knickertsberg aus der Bundes- in die Oberliga abgestiegen war, sicherte der deutschen Mannschaft zwei goldene, eine silberne und zwei bronzene Medaillen auf den Scherenbahnen in der Manni-Jung-Halle in Langenfeld. „Das ist schon der Hammer“, freut sich Schmitz und ergänzt: „Wir hatten einfach einen großartigen Teamspirit.“

Die Kerpenerin war von Bundestrainer Michael Teschner für die Disziplinen Team Doppel Mixed (an der Seite von Dominik Schulz), Frauen-Paar mit Cathrin Bertermann, Team Doppel der Frauen mit Maike Killadt sowie die Frauen-Mannschaft (Schmitz, Yvonne Ruch, Katja Ricken, Killadt) und den Sprint nominiert worden. Nach zwei Trainingseinheiten am Freitag und Samstag ging es im Anschluss mit dem Mannschaftsvorlauf sowie den Doppel-Wettkämpfen weiter. Die erste Goldmedaille sicherte sich Schmitz im Team-Doppel, die zweite folgte tags darauf mit der Mannschaft. Dass die Goldmedaillen jeweils mit einem Weltrekord garniert wurden, war für Schmitz die Krönung. „Das ist wirklich unglaublich. Wir haben uns das Beste für den Schluss aufgehoben“, sagt sie. 898 Holz im Team Doppel (der vorherige Rekord lag bei 858) sowie 3661 (zuvor 3605) mit der Mannschaft sorgten für Einträge in die Kegel-Geschichtsbücher. „Wir haben alle über 900 geworfen“, hebt Schmitz das Teamergebnis hervor. Luxemburg (3259) und Brasilien (3206) folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Silber im Frauen Paarkampf sowie die Bronzemedaillen im Team Doppel Mixed und im Sprint sorgten für eine rundum gelungene Bilanz der 25-Jährigen. „So eine Heim-WM ist schon etwas ganz Besonderes. Die Kulisse war super“, resümiert eine erleichterte Schmitz, die weiterhin eifrig trainiert, um für die bevorstehende Saison in Form zu bleiben.

Erst Mitte Juli verabschiedet sich die ambitionierte Sportkeglerin in den wohlverdienten Urlaub, im Anschluss steht die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison im Fokus. Denn Schmitz wird nicht mit den Aachenern in der Oberliga antreten, die Kerpenerin wechselt zum Erstligisten Preußen Lünen. „Natürlich fällt es mir sehr schwer, Aachen zu verlassen. Mein sportlicher Ehrgeiz ist aber zu groß, ich möchte lieber weiter in der Bundesliga spielen“, erläutert Schmitz, die mit ihrem Team am 7. September in die Saison startet. „Vielleicht werde ich mit Lünen ja mal Deutscher Meister“, steckt sich Schmitz auch mit ihrem neuen Klub hohe Ziele.

Die WM Ergebnisse im Überblick: https://bit.ly/2X6m6T7

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