Tischtennis: Die Leidenszeit des TTC dauert weiter an

Tischtennis : Die Leidenszeit des TTC dauert weiter an

Der Tischtennis-Bundesligist TTC Indeland Jülich verliert 0:3 in Saarbrücken und kassiert die 19. Niederlage der Saison. Den Gästen gelingt im letzten Auswärtsspiel kein Satzgewinn.

Die Netto-Spielzeit betrug 68 Minuten. Dann hatte der TTC Indeland Jülich die 19. Niederlage der Saison eingefahren. Der Tabellenletzte der Tischtennis-Bundesliga war beim 1. FC Saarbrücken TT vor 160 Zuschauern in der Joachim Deckarm Halle regelrecht untergegangen. Bei der 0:3-Niederlage im letzten Auswärtsspiel brachten die Gäste nicht einmal einen Satz auf die Habenseite.

Es lief in Saarbrücken beim Play-off-Teilnehmer von Beginn an nicht. Dennis Klein musste sich Cheng-Ting Liao geschlagen geben, Robin Devos unterlag danach dem 22-jährigen Dänen Tobias Rasmussen. Den dritten Punkt gab Martin Allegro gegen Patrick Franziska ab. Hatte sich Trainer Miro Broda aus den beiden ersten Matches doch etwas erhofft, war Allegros Niederlage eingeplant.

Ein enttäuschender Matchverlauf

Der Matchverlauf war für Broda enttäuschend. „Dabei war es von der Aufstellung her schon so, wie wir es erwartet hatten“, betonte der Trainer, dass zumindest in diesem Punkt alles nach seinen Erwartungen verlaufen war. Und er war sich sicher, dass gleich das erste Spiel entscheidend war. „Wenn Dennis gegen Liao gewinnt, dann haben wir mehr als eine 50-prozentige Chance auf den Gesamtsieg“, sagte er. Aber Klein verlor eben, und die Niederlage von Devos brachte die nächste Enttäuschung: „Das war so nicht zu erwarten.“

Die Jülicher Leidenszeit dauert also weiter an. Die gute Nachricht: Das Ende ist in Sicht. Am kommenden Sonntag steht gegen Mühlhausen das letzte Spiel der Doppelrunde an. Und landen die Gastgeber da nicht eine Überraschung, stellen sie das erste Team seit 22 Jahren, das eine punktefreie Saison hinlegt. In der Spielzeit 1996/97 war das Borussia Brand „gelungen“. Die Brander stiegen ab, die Jülicher werden allerdings Erstligist bleiben.

Dieser Fakt wird am morgigen Dienstag bei der Versammlung der Tischtennis-Bundesliga (DTTL) offiziell werden. Kein Zweitligist hat die Lizenz beantragt. Wie es aussieht, wird es also keinen Aufsteiger geben. Und wenn die TTBL auf ihrer Tagung bei ihrer Politik bleibt, wird es wohl wieder eine 11er-Liga werden. Eine sogenannte Mediengruppe hat die Bundesliga-Zulassung beantragt. Dieser Bewerber hat bisher keine Mannschaft im TT-Spielbetrieb, lockt aber mit einem breiten finanziellen Hintergrund. Das reizt zwar einige wenige Bundesligisten, dem zuzustimmen, weil man sich davon eine erhöhte Attraktivität verspricht. Doch dafür dürfte es kaum eine Mehrheit geben.

Saarbrücken – Jülich 3:0: Liao – Klein 11:7, 11:7, 11:8, Rasmussen – Devos 11:7, 11:3, 11:7, Franziska – Allegro 11:5, 11:9, 11:6

(gk)
Mehr von Aachener Nachrichten