Ringen: Die Eintracht will wieder nach oben

Ringen : Die Eintracht will wieder nach oben

Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Ringer-Bundesliga peilt Walheim in der Oberliga gleich die Endrunde an.

Was kann die „neue“ Eintracht aus Walheim in der „Zweitklassigkeit“ leisten, nachdem das Ringer-Team um Trainer Yaschar Jamali zu Beginn des Jahres trotz Klassenerhalts auf ein weiteres Jahr Bundesliga verzichtet hat? Mit 12:15 Punkten beendet der Traditionsklub aus dem Aachener Süden die Vorsaison auf Tabellenplatz fünf, verpasste die Finalrunde knapp und zollte den steigenden Kosten – vor allem für die Mannschaft – Tribut. Der freiwillige Rückzug aus der Ersten Liga war die Folge.

Teamsprecher Dieter Otto sagt: „Mit seriösem Blick nach vorne war abzusehen, dass Eintracht Walheim in diesem Jahr keine wirklich konkurrenzfähige Mannschaft in die Bundesliga schicken konnte. Im Januar mussten wir Athleten ziehen lassen, weil unter anderem die Forderungen nach Gehaltserhöhungen nicht erfüllt werden konnten.“

Gegen Westfalen um den Aufstieg

Nun beginnt der Neuanfang in der Oberliga-Staffel Rheinland, der zweithöchsten deutscher Ringer-Klasse. Der Oberliga-Meister wird am 21. Dezember in Bonn im Final-Modus gegen den Besten der Staffel Westfalen ausgekämpft. AC Mülheim/Rhein, KSV Germania Krefeld, KSK Konkordia Neuss, RG Hürth/ Rheinbach und KSV Simson Landgraaf sind die Konkurrenten der Walheimer. Am Samstag, 19.15 Uhr, startet die Saison mit einem Heimkampf gegen Köln-Mülheim im Inda-Gymnasium in Kornelimünster.

„Gegen die starke Mülheimer Mannschaft muss unser Team sich richtig ins Zeug legen. Das wird eine enge Kiste. Es gibt hier keinen eindeutigen Favoriten“, freut sich Dieter Otto auf hochklassige Auseinandersetzungen. Vorher trifft die in die Landesliga aufgestiegene Zweitvertretung der Eintracht ab 17.45 Uhr auf das Team des RV Kelmis.

Über den Saisonverlauf kann nur spekuliert werden. Neuss schickt viele eigene Talente auf die Matte und wird eine starke Rolle spielen. Der KSV Landgraaf feierte 2018 die Meisterschaft nach einer überragenden Saison. Reicht die Qualität der Walheimer, um ganz oben mitzuringen? Denn auch die Teilnahme an der Oberliga gibt es nicht zum Schnäppchen-Preis. Und Nachwuchsarbeit erfordert Zeit und Geld. „Wir brauchen nach wie vor Unterstützung, um unseren Aufgaben als gemeinnütziger Verein umfassend Rechnung tragen zu können“, unterstreicht Walheims Vorsitzender Engelbert Heck.

„Das Fundament ist unser Teamgeist, den wir über die Jahre entwickelt haben. Wir wollen die Aufstiegsrunde erreichen“, sagt Jamali zu den Zielen. Vier Leistungsträger des Bundesliga-Teams stehen weiter zur Verfügung: „Spielertrainer“ Yaschar Jamali (71 kg), Maximilian Otto (bis 80 kg) und Martin Otto (130 kg), während Wladimir Kurle (86 kg) nur einige Kämpfe bestreiten kann. Aus der zweiten Mannschaft kommen Nasir Rasoly (57 kg), Michael Otto (75 kg) und Marco Kreutz (86/98 kg) für die komplette Saison, während Wolfgang Hellebrand (86 kg GR) und Vitaly Stotzki (98 kg GR) ebenfalls eine Reihe an Kämpfen bestreiten sollen. Neu im Kader sind Reza Koroni (61/66 kg, Gerresheim), Kemral Nasirov (61/66 kg, Bulgarien), Temur Abashidze (75 kg, Kirchlinde) und Jakob Kämper (86/98 kg, Aldenhoven), 2017 deutscher A-Jugend-Vizemeister in der Gewichtsklasse bis 85 kg.

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