Wegberg-Beeck kommt in Düren nur zu einem 1:1: Der 1. FC macht den SV vorzeitig zum Meister

Wegberg-Beeck kommt in Düren nur zu einem 1:1 : Der 1. FC macht den SV vorzeitig zum Meister

Nachdem Schiedsrichter Andreas Nonnenmacher die Partie des Fußball-Mittelrheinligisten 1. FC Düren gegen den FC Wegberg-Beeck (1:1) mit seinem Schlusspfiff beendet hatte, war auf der Tribüne an der Westkampfbahn lauter Jubel zu vernehmen. Es war allerdings kein Fan des FCD, der sich über das wieder einmal sehr gute Auftreten der Hausherren gefreut hatte.

Denn eine Woche nach dem perfekt gemachten Klassenerhalt stand ja nicht mehr allzu viel auf dem Spiel beim letzten Heimauftritt in dieser Saison.

Derjenige, der seiner Begeisterung über das Ergebnis für einen Moment freien Lauf ließ, war Helge Hohl, der Trainer des SV Bergisch Gladbach, der mit seinem Klub das Titelrennen in der Mittelrheinliga nun am vorletzten Spieltag für sich entschieden hat. Beeck hätte in seinem letzten Saisonspiel an der Rur gewinnen müssen, um theoretisch noch Erster werden zu können. Nun sind es die Kicker aus dem Bergischen, die sich nach der Spielzeit 12/13 ein zweites Mal in der Regionalliga West versuchen dürfen.

Zumindest in der ersten halben Stunde wirkte es noch so, als wollten die Gäste wirklich Druck ausüben auf den SV. Shpend Hasani, mit 20 Treffern zweitbester Schütze der Liga, hatte in der 16. Minute schon den Torschrei auf den Lippen, aber er musste mit ansehen, wie sein platzierter Abschluss dank eines grandiosen Reflex des Dürener Keepers Kevin Jackmuth in einer Weise vereitelt wurde, von der man dachte, die Aktion wäre nicht mehr steigerungsfähig.

War sie aber und zwar in Minute 28: Der enorm talentierte Hasani zirkelte einen Freistoß über die Mauer, und Jackmuth fischte den Ball mit seiner rechten Faust aus dem Winkel und hielt ein zweites Mal das 0:0 fest. In den restlichen 65 Minuten waren die Dürener auf Augenhöhe mit dem Favoriten (schon 20 Saisonsiege), am Ende waren sie sogar die Elf, die näher dran war am Sieg. „Überragend, wie Kevin uns in der ersten Hälfte im Spiel gehalten hat“, war auch Frank Rombey, Dürens Coach, sehr angetan von der Leistung seiner Nummer eins im Tor.

Aber auch über Jackmuths Vorderleute war er voll des Lobes: „Ich glaube schon, dass auch Beeck sehr gerne gewonnen hätte, aber am Ende habe ich Vorteile für uns gesehen, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Das sagt viel aus über den Charakter dieser Mannschaft, in einem Spiel, in dem es für den Gegner ja um mehr geht.“

In der 49. Minute hatte Dennis Dreyer von einem kapitalen Missverständnis zwischen Beecks Keeper und einem Verteidiger profitiert und zum 1:0 eingeschoben – sein fünftes Tor in den letzten fünf Ligaspielen. Eine überraschende Führung, war es doch die erste FCD-Chance überhaupt, und es blieb auch nicht lange dabei, weil Hasani sieben Minuten später dann doch traf: unter die Latte nach einer Hereingabe von rechts.

Aber dann stellten die Gäste aus dem Heinsberger Land ihre Bemühungen auf einmal quasi ein, und Yunus Kocak (64., 83.) sowie Steltzner (71.) hatten noch recht gute Chancen auf das 2:1 gegen ab der 77. Minute nur noch zehn Wegberger. Nach einer Notbremse gegen Jannis Steltzner hatte Nils Hühne die Rote Karte gesehen.

So wie viele Auftritte in den vergangenen sechs Wochen hatte auch das letzte Heimspiel noch einmal vor Augen geführt, dass mit dem FCD in der nächsten Saison auch ein bisschen weiter oben als nur auf Platz acht zu rechnen sein könnte.

Kurz nach dem Abpfiff sah ein zweiter Beecker Spiel noch die Rote Karte: Alex Pranjes Der Schiedsrichter trug in den Spielbericht „Beleidigung des Schiedsrichterassisten“ ein.

FCD: Jackmuth – Dick, Becker, Breuer, Ebisu, Störmann, Kocak, Schröteler, Bleja (60. Simon), Steltzner, Dreyer (66. T. Braun)

(dma)
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