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Coronavirus im Fußball: FVM setzt Spielbetrieb aus

Fußball : FVM setzt Spielbetrieb bis auf Weiteres aus

Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) hat am Freitagmorgen angekündigt, dass aufgrund der Corona-Krise alle Pflicht- und Freundschaftsspiele sowie Turniere in allen Altersklassen bis auf Weiteres ausgesetzt sind.

Man orientiere sich an der Politik, wie eine Sprecherin des Verbandes mitteilte. Der FVM hatte zuvor schon sämtliche Partien bis zum 19. April abgesagt.

Eine mögliche Fortsetzung des Spielbetriebs wollen die Verantwortlichen mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen ankündigen, um allen Vereinen ausreichend Planungssicherheit zu geben. Neben dem FVM hätten sich auch die übrigen 20 Landesverbände im DFB auf ein solches Vorgehen verständigt, wie der FVM auf seiner Homepage verkündet.

„Alle Entscheidungen des FVM müssen sich an den staatlichen Vorgaben orientieren. Nur Mediziner und die zuständigen Behörden können seriös beurteilen, wann Fußballspielen ohne Risiko wieder möglich ist”, erklärte FVM-Präsident Bernd Neuendorf. „Die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität.“ Auch aus haftungs- und versicherungsrechtlichen Gründen sei es wichtig, dass die Entscheidungen des FVM mit den Anordnungen der Politik einhergingen, fügte Neuendorf hinzu.

Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes und DFB-Vize, hatte sich bereits am Donnerstag in einer Video-Ansprache an seine Vereine gewandt. „Ganz wichtig ist mir zu betonen: Das ist nicht zwingend gleichbedeutend mit dem Ende der Saison 2019/20“, hatte Koch gesagt: „Wir brauchen kurz-, mittel- und langfristig Klarheit. Die kann uns in dieser Minute niemand verschaffen - kein Arzt, keine Ärztin, kein Virologe, keine Virologin, kein Politiker und keine Politikerin. Wir müssen deshalb mit finalen Entscheidungen noch abwarten.“

Man müsse auch gemeinsam erörtern, „ob wir Amateurfußballer überhaupt ohne Zuschauer spielen wollen und können. Amateurfußball ist in dieser Hinsicht völlig anders als Profifußball zu sehen.“

(red/dpa)