Jülich: Beim TTC Indeland Jülich wird die Situation immer bedrohlicher

Jülich : Beim TTC Indeland Jülich wird die Situation immer bedrohlicher

Eine Riesenchance hat Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich im Heimspiel am Wochenende leichtfertig aus der Hand gegeben. Der TV Hilpoltstein stand vor der Partie auf dem fünften Tabellenplatz, musste aber deutlich ersatzgeschwächt in der Nordhalle antreten, der Gastgeber hingegen in Bestbesetzung.

Trotzdem reichte es am Ende äußerst knapp gerade zu einem 5:5. Ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf wurde „verschlagen“.

Die kurzfristige Absage der Hilpoltsteiner Nr. 2, Petre David, veränderte die Aufstellung der Gäste gravierend. Denn damit musste Dennis Dickhardt ins obere Paarkreuz. Und mit Sebastian Hegenberger trat ein Amateur aus der Oberliga Bayern an die Platte. Insgesamt bestand einiger Grund zum Optimismus vor Spielbeginn.

Umso erstaunter waren die Zuschauer bei den beginnenden Doppeln. Lediglich Allegro/Rasmussen spielten in Normalform und gewannen auch mühelos 3:0. „Mühelos“ dagegen verloren Afanador/Khanin gegen den Amateur Hegenberger an der Seite von einem glänzend aufgelegten Alexander Flemming. Vielleicht trug die Abwesenheit von Trainer Miroslav Broda dazu bei, den lustlosen Auftritt des Duos hätte er womöglich beeinflussen können.

Völliges Unverständnis durchflutete jedoch die Nordhalle, als das obere Paarkreuz, Martin Allegro und Brian Afanador, ihre ersten Einzel ohne Satzgewinn abgaben. Da war unter den Zuschauern von „Arbeitsverweigerung“ die Rede. Offen blieb, ob deren Teilnahme an den German Open die Profis so erschöpft hatten.

Bezeichnend verliefen die beiden zweiten Einzel von Allegro gegen Flemming und Afanador gegen Dickhardt. Erst als die beiden Jülicher 0:2 zurücklagen, schien ein Ruck durch sie zu gehen. Die beiden nächsten Sätze verliefen erfolgreich, die Entscheidungsdurchgänge wurden aber verloren. Die Einzelbilanz im oberen Paarkreuz lautete also 0:4.

So verlagerte sich zur Pause beim 1:3-Rückstand und nach den zweiten Spielen des oberen Paarkreuzes der Druck automatisch auf das untere Paarkreuz, das an diesem Tag wieder einmal Retter in der Not spielte. Denn Tobias Rasmussen und auch Aliaksandr Khanin gewannen jeweils beide Einzel. Besonders Nico Christ erwies sich dabei als zäher Gegner. So durften sich die Gastgeber am Ende über einen Punkt freuen, mussten aber einen verpassten möglichen Sieg beklagen.

Da der 1. FC Köln gegen Hamm gewann, rückt das untere Ende der Tabelle weiter zusammen. FSV Mainz ist punktgleich mit dem TTC, hat aber noch ein Spiel gegen Passau weniger. Die Bayern ihrerseits können 16 Punkte verbuchen und müssen sich über den Klassenerhalt kaum noch Sorgen machen. Für den TTC Indeland Jülich hat sich nach dem vergangenen Wochenende die Situation eher verschärft als entspannt.

(tm)
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