Bardenberg überzeugt in der Handball-Verbandsliga

Handball : Souveräner Erfolg nach anfänglichen Schwierigkeiten

Handball-Verbandsligist Bardenberg überzeugt mit 36:30-Sieg gegen Siebengebirge II. BTB Aachen II übernimmt die Tabellenführung

VERBANDSLIGA

Bardenberg – Siebengebirge II 36:30 (15:14): Die Blau-Weißen haben den Kontakt zum oberen Tabellendrittel wieder hergestellt. Nach dem Anpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Nachdem sich die Gastgeber auf 22:18 (41.) abgesetzt hatten, wurde die Führung bis zum Ende leicht ausgebaut. Trainer Daniel Bissmann freute sich über den Heimsieg: „In der zweiten Halbzeit konnten wir uns spielerisch und durch eine engagierte Abwehr deutlich absetzen und haben letztendlich souverän gesiegt.“

Bardenbergs Torschützen: Gellin (9), V. Hermanns (7), Sevenich (5), Westmeier, Michelmann (je 4), L. Gaipl, Strauch (je 2), T. Hermanns (2/1), Pütz

Weiden II – MTV Köln II 28:24 (15:11): Die HC-Reserve bejubelte den vierten Sieg in Folge, der gerade gegen den Tabellenführer umso höher zu bewerten ist. Der Grundstein wurde in der stabilen 6:0-Abwehr mit den Torhütern gelegt. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die sich einen deutlichen Vorsprung bis zur Pause erarbeiteten. Die Gäste kämpften sich noch einmal heran, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Weiden-Trainer Philipp Havers sprach von einem vollkommen verdienten Start-Ziel-Sieg: „Einmal mehr führte der Weg zum Erfolg über eine starke Abwehrarbeit, die den Kölner Rückraum immer wieder ins passive Spiel zwang.“

Weidens Torschützen: Scheidtweiler (10/3), Steins (6), Consoir (5), Schroeder (3), Moll, Kraus, Hündgen, L. Klinkenberg

BTB Aachen II – Ollheim-Straßfeld 27:23 (14:10): BTB II hat mit dem Heimsieg und der zeitgleichen Niederlage des Spitzenreiters in Weiden erstmals die Tabellenführung übernommen. In der ersten Halbzeit lagen die Schwarz-Weißen leicht vorne. Nach dem Seitenwechsel verteidigte Olheim-Straßfeld konsequenter und traf aus schwierigen Positionen. In der 40. Minute führten die Gäste mit 17:16 und hatten bis zum 20:19 (46.) die Nase vorn. Beim 23:22 (58.) war noch alles offen, doch in den letzten Minuten gelang die endgültige Wende. BTB-Übungsleiter Philipp Reinartz war spürbar erleichtert: „Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, mehr aber auch nicht.“

BTB Aachens Torschützen: T. Lütz (9), Kaesgen (7/2), Rump (3), Ewers, Bihn, Kell (je 2), Nellessen, Lauber

Merkstein – Opladen II 28:28 (15:13): Die Zuschauer sahen eine hart umkämpfte Partie, die an Spannung kaum zu überbieten war. Mit dem Remis gegen eins der Spitzenteams haben die Blau-Weißen einen wichtigen Schritt in Richtung gesichertes Mittelfeld gemacht. Bis zum Seitenwechsel war es ein offener Schlagabtausch. Als sich die Merksteiner auf 24:20 (45.) abgesetzt hatten, bahnte sich eine kleine Sensation an, doch Opladen gelang der Ausgleich zum 26:26 (54.). Nach der hektischen Schlussphase sprach HSG-Trainer Jozo Petrovic von einem verlorenen Punkt: „Es war Kampf pur mit unklaren Schiri-Entscheidungen, viel Hektik und zahlreiche Zeitstrafen. Es war ein hartes Stück Arbeit, und wir trauern einem verlorenen Punkt hinterher, sind aber zufrieden mit der tollen Teamleistung.“

Merksteins Torschützen: Rubner (10/1), Jörg, Brandt (je 4), Kersgens, Sarac (je 3), Hartmann, Bauer (je 2)

Stolberg – Bergneustadt 40:14 (20:13): Nach der Derbyniederlage in Weiden waren die Kupferstädter auf Wiedergutmachung aus. Weiterhin ging es darum, den Kampf um die Spitzenpositionen offen zu halten, was mit dem Kantersieg klar unterstrichen wurde. Stolberg setzte sich bis zur Pause deutlich ab. Auch in Halbzeit zwei machten die Rot-Weißen nahtlos weiter und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. SSV-Trainer Bernd Schellenbach: „Bergneustadt ist eine Klasse tiefer anzusiedeln, doch wir haben uns von der ruppigen Spielweise anstecken lassen, so dass die Partie zeitweise zerfahren wurde. Bei besserer Chancenverwertung hätte wir klarer gewinnen müssen.“

Stolbergs Torschützen: J. Frauenrath (13/3), Kleinhöfer (6), Richter (4), K. Frauenrath (4/1), Sanft, Wolf, Schlotterhose (je 3), von der Stein (2), Dahmen, Heister

Frechen – SR Aachen 33:26 (16:13): Beim direkten Verfolger hatte sich die Aachener viel vorgenommen, doch die Anfangsphase wurde komplett verschlafen, so dass Frechen über 5:1 und 9:3 deutlich vorlegte. Als der 20:20-Ausgleich gelang (40.), bestand noch Hoffnung, dass die Gäste das Spiel drehen können. Doch in den Schlussminute zog Frechen uneinholbar davon. SR-Trainer Zbigniew Krzyskow resümierte nach der Partie: „Knackpunkt war unsere doppelte Überzahlsituation, in der wir zwei Tore kassierten. Danach hat Frechen sicherer gespielt und verdient gewonnen. Wir haben uns durch eine schlechte Chancenverwertung und eine harmlose Abwehr um ein besseres Ergebnis gebracht.“

SR Aachens Torschützen: Zimmermann (9), Terwiel (5/4), Wulfestieg (4), Wiese (3), Wigger, Rietz (je 2), Goldau

(hec)
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