Aachen/München: Aachen gewinnt deutsche Rugbyhochschulmeisterschaft

Aachen/München : Aachen gewinnt deutsche Rugbyhochschulmeisterschaft

Großartiger Erfolg für die Wettkampfgemeinschaft Aachen: Im altehrwürdigen Münchener Olympiastadion hat sich die Rugbymannschaft der RWTH Aachen vor mehr als 15.000 Zuschauern gegen Berlin im Finale mit 17:12 durchgesetzt.

Gespielt wurde in der sogenannten schnellen olympischen Siebener Variante. In der Gruppenphase setzten sich die Kaiserstädter souverän gegen Augsburg, München und Mainz durch. Während das erste Spiel gegen die Fuggerstädter noch stotternd begann und ein einziger „Try“ plus anschließender Erhöhung zum 7:0-Sieg ausreichte, trumpften die Aachener im zweiten Spiel gegen München groß auf und zeigten ihre Klasse. Am Ende gewann die „WG“ deutlich mit 54:0 gegen München.

Keine Müdigkeit

Da die Mannschaft der Uni Mainz nicht antrat, stand Aachen bereits als Gruppensieger fest und zog ins Viertelfinale ein. Dort traf die Wettkampfgemeinschaft auf Potsdam. In den letzten Jahren gehörten diese zu den besten Mannschaften des Turniers und galt auch in diesem Jahr wieder als Mitfavorit. Doch von Müdigkeit der Aachener war nichts zu spüren.

Stattdessen zeigten sie eine erneute Leistungssteigerung und besiegten Potsdam mit 47:14 deutlicher, als man es vor dem Spiel erwartet hatte. Damit hatten sich die Jungs der RWTH für das Halbfinale qualifiziert. In diesem traf man auf Münster, die den letztjährigen Finalisten Göttingen im Viertelfinale eliminierten. Durch eine Willensleistung gewann Aachen dieses Spiel mit 31:0 und zog ins Finale ein, das im Olympiastadion München ausgetragen wurde.

Die Freude war riesig wie Kapitän Gerlach preisgab: „Die Vorfreude und Anspannung vor dem Spiel war enorm. Niemand von uns hat zuvor vor so einer Kulisse gespielt.“ Über 15.000 Zuschauer fanden den Weg dorthin, um das Finale zwischen Aachen und Berlin zu verfolgen. Die Mannschaft der RWTH Aachen, die souverän durch das Turnier marschierte, galt als Favorit. Und so traten sie in den Anfangsminuten auf.

Nach Kick-Off eroberten sie sich frühzeitig den Ball und konnten bereits nach zwei Minuten den ersten „Try“ verzeichnen. Nach dem darauffolgenden Wiederankick gelangten die Aachener in Ballbesitz und konnten ihre Führung auf 10:0 ausbauen. Die Berliner schüttelten sich kurz, nutzten einen Abwehrfehler und verkürzten auf 10:7 — mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.

Die Berliner kamen verbessert aus der Kabine und standen defensiv nun deutlich stabiler. Nach neun gespielten Minuten konnten sie das Spiel drehen und gingen mit 12:10 in Führung.

Guillaume mit starkem Solo

Aachen stand unter Zugzwang. Dies ließ sich Leonard Guillaume, der ein starkes Turnier spielte, nicht zweimal sagen, fasste sich ein Herz und startete ein unnachahmliches Solo über das gesamte Spielfeld zum „Try“ — 17:12 für die Wettkampfgemeinschaft Aachen. Das war gleichzeitig der Endstand, und die Jungs aus der Kaiserstadt belohnten sich für ein starkes Turnier.

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