Wegberg-Beeck: 19, 20, 21: Der FC Wegberg-Beeck polstert sein Punktekonto auf

Wegberg-Beeck : 19, 20, 21: Der FC Wegberg-Beeck polstert sein Punktekonto auf

19, 20, 21 — das sind nicht drei der Lottozahlen vom Wochenende, sondern die Punkte, die auf dem Konto des FC Wegberg-Beeck eingingen. Es war kein schönes Spiel, sicher nicht, — doch nach dem Schlusspfiff interessierte das kaum noch jemanden. 1:0 (1:0) besiegte der Fußball-Regionalligist am Samstagnachmittag Westfalia Rhynern und verliert das rettende Ufer weiter nicht aus den Augen.

„Ich verrate sicher kein Geheimnis, aber es war kein überragendes Fußballspiel“, scherzte Beecks Teamchef Friedel Henßen hinterher relaxt. „Aber es war ein wichtiges Spiel, wichtige Punkte, und wir haben zum zweiten Mal in Folge zu Haue die Null gehalten. Wenn wir das jede Woche so machen, dann meckert keiner.“

Bedingt durch die Gelbsperren für Danny Fäuster und Joshua Holtby hatten Henßen und Trainer Dirk Ruhrig ihr Team umbauen müssen. Stürmer Sahin Dagistan rückte in die Startelf, Sascha Tobor, der gegen Wuppertal passen musste, ging wieder links in die Viererkette. Nico Czichi, der gegen den WSV kurz vor Anpfiff für Marius Müller „eingesprungen“ war, lief erneut von Beginn auf. Und aus dem 4-1-4-1 wurde ein offensiveres 4-4-2 gegen den Tabellenletzten, der am Mittwoch 0:7 beim KFC Uerdingen verloren hatte.

Doch die Gastgeber taten sich mit dem Spiel auf Ballbesitz und dem Spielaufbau schwer, zumal mit Holtby der kreative Part in der Zentrale eindeutig fehlte. Und so setzte man zunehmend wieder auf Konter im eigenen Stadion. Da funktionierte das schnelle Umschaltspiel in Richtung Rhynerns Gehäuse, in die andere Richtung — bei Ballverlusten in der eigenen Hälfte, aber vor allem bei langen Bällen der Gäste — dauerte das Umschalten teilweise zu lange, so dass sich Rhynern unnötigerweise Möglichkeiten eröffneten. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, machten daraus jedoch nicht wirklich viel.

Die erste Chance hatten die Gäste, doch der freistehende Michael Wiese (10.) kam an den schön geschossenen Freistoß von Adrian Cieslak nicht ganz ran. Bei einem schnellen Konter über rechts scheiterte Shpend Hasani, der gestern 22 Jahre alt wurde, an Westfalia-Keeper Alexander Hahnemann, Dagistan kam nicht richtig an den Ball, und dann drückte Czichi (12.) den Ball am Keeper vorbei zur Führung über die Linie. „Ich habe auf den zweiten Ball geachtet und stand besser als Dagi, der kopfballstark ist, das passte genau“, freute sich der Torschütze über die drei Zähler in einem „schwierigen Spiel“.

Auf der Gegenseite konnte Norman Post nach einem langen Ball gerade noch gegen Salvatore Gambino (19.) klären. In die andere Richtung war Beeck schneller unterwegs: Kapitän Maurice Passage zog über rechts davon, seine Flanke verwertete Hasani, doch der Gästekeeper klärte noch zur Ecke. Auch weitere Konter von Dagistan (28.) und Hasani (30.) wehrte Rhynern ab. Und dann hielt Lambertz (33.) wie in Wattenscheid aus 25 Metern einfach mal drauf, diesmal strich der Ball aber knapp übers Gehäuse. Drei Minuten später war für den angeschlagenen Akteur Schluss, Armand Drevina kam. Der setzt sich gleich mit einer Vorbereitung für Hasani in Szene, dessen Schuss jedoch noch abgefälscht wurde.

Nach der Pause verlor die Partie einiges an Tempo, Beeck überließ den Spielaufbau nun fast ganz den Gästen, stand tiefer und versuchte Nadelstiche per Konter zu setzen — allerdings ließen Hasani und Co. Die nötige Konsequenz vermissen. Rhynern, das in der Pause offensiv gewechselt hatte, witterte an dem sonnigen, aber frischen Nachmittag Frühlingsluft und erhöhte den Druck. Und gegen Kempes Waldemar Tekiela (67.) musste Beecks Keeper Stefan Zabel dann einmal richtig zupacken, um den Ausgleich zu verhindern.

Der nächste Nadelstich sah vielversprechend aus: Czichi (70.) behauptete sich über links, hatte das Auge für den besser platzierten Tobor, doch bei dessen Schuss war noch ein Abwehrfuß dazwischen, der den Ball abfälschte. Bei einem Konter von Hasani (73.), der auf Czichi ablegte, war Rhynerns Keeper schneller am Ball. Und per Faust wehrte Hahnemann einen trocken Schuss von Hasani (79.) — nach Vorlage von Drevina — noch zur Ecke ab. Und dann mal wieder Czichi (81.) über links, doch erneut war beim Schuss von Post ein Fuß dazwischen. Und so blieb die mangelnde Konsequenz das größte Manko an diesem Nachmittag.

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