Radsport-Familie trauert um Bjorg Lambrecht

„Wichtiges Mitglied verloren“ : Radsportler trauern um verunglückten Lambrecht

Die Radsport-Familie steht nach dem tragischen Tod des belgischen Profis Bjorg Lambrecht unter Schock. Der 22-Jährige starb nach einem schweren Sturz auf der dritten Etappe der Polen-Rundfahrt von Chorzów nach Zabrze.

Der Unfall war so schwer, dass Lambrecht reanimiert werden musste und mit einem Helikopter ins Krankenhaus geflogen wurde. Doch der Belgier erlag seinen Verletzungen, wie sein Rennstall Lotto Soudal und die Tour-Veranstalter mitteilten. „Die größte Tragödie, die der Familie, Freunden und Teamkollegen von Bjorg passieren könnte, ist passiert ... Ruhe in Frieden Bjorg“, schrieb der Rennstall.

Wegen der schwierigen Witterung war es auf dem Teilstück zu mehreren Stürzen gekommen. Nach der schockierenden Todesmeldung von Lambrecht geriet der zweite Tagessieg von Deutschlands Top-Sprinter Pascal Ackermann vollkommen zur Nebensache.

„Heute spielt das Ergebnis des Rennens keine Rolle. Ich war am Boden zerstört, als ich die tragischen Nachrichten gehört habe, und möchte der Familie und den Freunden von Bjorg Lambrecht und allen bei Lotto Soudal mein tief empfundenes Beileid aussprechen“, sagte der deutsche Meister Pascal Ackermann in einer von seinem Team Bora-hansgrohe auf Twitter verbreiteten Stellungnahme.

Lambrecht war in diesem Jahr Vierter bei der Flèche Wallonne und Sechster im Amstel Gold Race geworden. Er hatte außerdem die Jungfahrer-Wertung beim Dauphiné gewonnen. „Ich kann nicht glauben, wie tragisch unser Sport sein kann“, twitterte André Greipel.

„Jeder bei Bora-hansgrohe ist zutiefst bestürzt und traurig über die Nachricht von Bjorg Lambrechts Tod, ein Mitglied der Radsport-Familie. Unsere Gedanken sind bei Bjorgs Familie, Freunden und seinem Team Lotto-Soudal. Die Radsport-Familie hat ein wichtiges Mitglied verloren“, schrieb der deutsche Rennstall Bora-hansgrohe am Montagabend.

(dpa)
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