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Magny-Cours: Punktlos in der Provinz: Heidfeld und Co. fahren hinterher

Magny-Cours : Punktlos in der Provinz: Heidfeld und Co. fahren hinterher

Punktlos, ratlos, fassungslos: Mit dem schlechtesten deutschen Formel-1-Ergebnis seit drei Jahren im Gepäck trat das Kennzeichen-D-Quintett die Heimreise aus der französischen Provinz an.

Beim Großen Preis von Frankreich am Sonntag war keiner der fünf Fahrer aus der schwarz-rot-goldenen Gemeinschaft unter die besten Zehn gekommen. „So schlecht war ich ewig nicht mehr”, klagte BMW-Sauber-Mann Nick Heidfeld mit bitterer Miene nach Platz 13 in Magny-Cours. Von seinen Landsleuten war einzig Sebastian Vettel im Toto Rosso als Zwölfter zumindest im Soll geblieben war.

„Das Wochenende war für uns alle eine Katastrophe”, sagte Heidfeld mit Blick auf das Abschneiden seines Teams, meinte aber wohl vor allem das eigene Ergebnis. Trotz Sondertrainings in Barcelona eine Woche vor dem Rennen sah der 31-Jährige seinen fünfplatzierten Teamkollegen Robert Kubica abermals nur aus der Ferne. Zwar bleibt der Mönchengladbacher mit 28 Punkten bester Deutscher der Fahrer- Weltmeisterschaft, doch zu Frankreich-Sieger und neuen WM- Spitzenreiter Felipe Massa (Ferrari) fehlen schon 20 Zähler.

Enttäuscht war auch Timo Glock, der nach Rang vier zwei Wochen zuvor in Kanada diesmal als Elfter klar die angestrebten Punkte verpasste. „Ein schwieriger Tag”, sagte der Wersauer ernüchtert und beklagte Schwächen bei seinem Toyota und der Renntaktik. Wie Heidfeld stand auch Glock klar im Schatten seines Teamgefährten. Jarno Trulli sorgte als Dritter für das beste Saisonergebnis des in Köln ansässigen Rennstalls.

Noch härter erwischte es Nico Rosberg. Wegen seiner Strafe nach dem Boxengassen-Unfall von Montreal als 19. gestartet, kam der Wiesbadener überrundet als 16. ins Ziel. „Schockierend”, fasste Rosberg seine Leistung und die schwache Verfassung des Williams- Boliden zusammen. Verkorkst war auch das Wochenende von Adrian Sutil, der in Training und Qualifikation stets das Schlusslicht bildete, und auch im Rennen als 19. und Letzter ins Ziel kam. „Es war schon ein bisschen frustrierend”, sagte der Force-India-Mann aus Gräfelfing.

Nur der Heppenheimer Vettel konnte einigermaßen zufrieden das Fahrerlager verlassen. Zwar hielt sein Toro Rosso im Rennen nicht ganz das, was die Übungseinheiten zuvor versprochen hatten. Doch immerhin ließ er als einziger Deutscher seinen Teamgefährten hinter sich und kann zudem mit einer Beförderung ins Mutterteam Red Bull für die kommende Saison rechnen.