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Köln: Publikum peitscht RheinEnergie zum Sieg

Köln : Publikum peitscht RheinEnergie zum Sieg

Der RheinEnergie-Dampfer hat schwere Schlagseite, aber er ist noch nicht gesunken. Mit einem verdienten 75:70-Sieg über Universa Bamberg haben die Kölner Basketballer das vorzeitige Play-off-Aus zwar vorerst abgewendet, liegen in der best-of-five-Serie aber immer noch mit 1:2 Spielen zurück.

Vor 3100 Zuschauern mussten die Kölner, getragen von einer Woge beinahe ekstatischer Begeisterung im ausverkauften Energy Dome und 31 Punkten des überragenden Sasa Obradovic, jeden einzelnen Korberfolg hart erkämpfen.

Die wesentlich ergonomischer agierenden Bamberger hatten zwar bis kurz vor Halbzeit wie der sichere Sieger ausgesehen, ließen sich jedoch von den teils kurios pfeifenden Schiedsrichtern aus dem Konzept bringen und fanden fortan ihren Rhythmus, besonders bei den Distanzschüssen, nicht mehr wieder.

„Wir müssen versuchen, diese Intensität mit nach Bamberg zu nehmen”, sah Kölns Trainer Stephan Baeck die vordringlichste Aufgabe vor der vierten Partie am Montagabend (19.30 Uhr), während Flügelspieler Marvin Willoughby warnte, man habe sich vor „allzu vielen Emotionen” zu hüten.

Wie dem auch sei: Der eigentliche Schlüssel zum Kölner Erfolg liegt in erster Linie unter den Körben. Der Sieg kam vornehmlich deswegen zustande, weil RheinEnergie zum ersten Mal in dieser Viertelfinal-Serie den Rebound kontrollierte (37:35).

Sollte dies in Bamberg neuerlich gelingen, und kann auch die Kölner Reserve-Bank ihr beneidenswertes Potenzial endlich einmal wieder in Zählbares ummünzen, dann besteht für den havarierenden RheinEnergie-Dampfer noch Hoffnung, die drohende Blamage abzuwenden.