Düren: Powervolleys: Düren verpasst Halbfinaleinzug

Düren : Powervolleys: Düren verpasst Halbfinaleinzug

Normalerweise ist Marvin Prolingheuer nicht auf den Mund gefallen. Doch am Sonntagnachmittag gestand der Diagonalangreifer der SWD Powervolleys: „Damit hatte ich nicht gerechnet. Mir fehlen einfach die Worte.“ Zahlen waren es, die dem 2,10 Meter großen Volleyballer die Sprache verschlagen hatten: 1:3 und 18:25, 28:30, 25:20, 19:25.

Sie besagen: Die SWD Powervolleys haben das finale Viertelfinal-Spiel gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys aus Innsbruck und Unterhaching verloren, haben damit den Einzug in das Halbfinale nach dem Sieg im Hinspiel und der Niederlage im Rückspiel verpasst. Die Saison für sie beendet, jetzt geht es darum, „die Spielzeit seriös abzuwickeln und ein neues Team aufzustellen, das genauso positiv funktioniert wie die aktuelle Mannschaft“, sagte Dürens Trainer Stefan Falter.

Er und seine Spieler erkannten an, dass mit der Wild-Card-Mannschaft aus Österreich und Deutschland die bessere Volleyball-Formation das Halbfinale erreicht hat: „Sie haben uns mit ihrer guten Feld- und Blockstrategie ausgebremst. Wir haben zwar keine dummen Fehler gemacht, aber wenn ein Angreifer wie Marvin Prolingheuer immer wieder gestoppt wird, dann zeigt das, wie gut sie abgewehrt haben.“ Die Partie hatte vor 1400 Zuschauern in der Arena Kreis Düren schon nicht gut begonnen. „Wir waren verkrampft“, befand Mittelblocker Michael Andrei. So gerieten die Hausherren in einen Drei-Punkte-Rückstand, den die Gäste auch wegen Dürener Fehler auf sieben Punkte Vorsprung ausbauten.

Satz zwei stellte sich als der Knackpunkt der Partie heraus. So sahen es die Hausherren. „Unsere Verkrampfung löste sich zwar immer mehr“, stellte Michael Andrei fest. Düren hielt den Abschnitt auch ausgeglichen, hatte bei 25:24 und 27:26 gar Satzbälle. Aber wieder hatten die Gäste die bessere Antwort parat. So endete auch dieser Abschnitt wieder mit einem Fehler der Gastgeber.

Die zeigten Moral: Eine Aufschlagserie von Zuspieler Stijn d‘Hulst brachte die Vorentscheidung. Er führte sein Team von 19:17 auf 23:17. War noch was drin für die Hausherren? Nein. „Wir haben uns dumme Fehler erlaubt“, ärgerte sich Andrei. Sie führten schnell zu einem Rückstand, der für die SWD Powervolleys nicht mehr aufzuholen war: Nach der ersten technischen Auszeit zogen die Tiroler von 8:7 auf 12:7 davon. Sie spielten den Satz routiniert zu Ende. Und den letzten Punkt machte wieder ein Hausherr: Libero Blair Bann sprang ein gegnerischer Aufschlag weg.

Goswin Caro fasste die Saison so zusammen: „Die Mannschaften hinter Überflieger Friedrichshafen sind enger zusammengerückt. Deshalb sind wir mit Platz vier nach der Hauptrunde zufrieden.“

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