1. Sport

Whistler: Pfüller: Werden Ziel von 15 Medaillen wohl nicht erreichen

Whistler : Pfüller: Werden Ziel von 15 Medaillen wohl nicht erreichen

Nach einigen sportlichen Enttäuschungen hat DSV- Sportdirektor Thomas Pfüller zur Halbzeit der Winterspiele in Vancouver eingestanden, das gesteckte Ziel von 15 Medaillen für den Deutschen Skiverband wohl nicht zu erreichen.

„Wir werden es wahrscheinlich nicht ganz schaffen. Das ist schlecht, weil Olympia immer so einen Zyklus abschließt”, sagte Pfüller der Deutschen Presse-Agentur dpa. Vor allem in der Nordischen Kombination und bei den Biathlon-Männern habe es nicht einkalkulierte Rückschläge gegeben. Es sei doch „die eine oder andere Medaille weggegangen, die wir eigentlich ein bisschen auf dem Plan hatten”, sagte Pfüller.

Bis Samstagabend (Ortszeit) hatte der DSV durch Maria Riesch in der alpinen Super-Kombination und Magdalena Neuner in der Biathlon- Verfolgung zwei Goldmedaillen errungen. Neuner im Sprint und Langläufer Tobias Angerer in der Doppelverfolgung fügten der durchwachsenen Bilanz zudem zwei Silbermedaillen hinzu.

„Wir sind da auch ein bisschen verwöhnt von Turin her und von Salt Lake City. Aber insgesamt hätten uns zwei, drei Medaillen mehr besser zu Gesicht gestanden”, sagte Pfüller. „Ich bin schon etwas enttäuscht. Das muss man schon sagen.”

Der DSV-Generalsekretär baut nun auf den zweiten Teil der Wettkämpfe in den Bergen von Whistler. „Dass wir zur Halbzeit nicht die meisten Medaillen haben, das habe ich mir schon denken können, weil wir natürlich hinten die Teamwettbewerbe haben, wo wir auch unsere Stärken haben.” Am Montag kämpfen die bisher enttäuschenden Skispringer auf der Großschanze um eine Mannschafts-Medaille, zudem tragen die Biathleten und Nordischen Kombinierer noch ihre Team- Rennen aus.

Kritik, mit einer überzogenen Erwartungshaltung in die Winterspiele gestartet zu sein, lässt Pfüller nicht gelten. „Es ist oftmals einfacher, zu sagen, ich will acht Medaillen machen und dann freut man sich über elf. Die 15 Medaillen, das war so das, was wir die letzten Jahre immer erreicht haben und das haben wir uns auch dieses Mal vorgenommen”, sagte der Sportdirektor.

Er setzt in den verbleibenden Wettkämpfen auch darauf, dass das Glück zum deutschen Team zurückkehrt. „Man kann ja nicht immer nur Pech haben. Das wird sich irgendwann auch wieder drehen”, sagte er mit Blick auf die Skispringer, die am Samstag im Einzelwettbewerb von der Großschanze bei schlechten Windbedingungen abgestürzt waren.