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Aachen: Patrick Stühlmeyer: „Das Publikum fiebert stets mit!“

Aachen : Patrick Stühlmeyer: „Das Publikum fiebert stets mit!“

Er gehört im deutschen Lager zu den hoffnungsvollen Nachwuchsreitern, absolvierte seine Ausbildung zum Pferdewirt bei Heinrich-Hermann Engemann, arbeitete anschließend bei Paul Schockemöhle in Mühlen und ist seit Anfang 2012 als Bereiter im Stall von Bernfried Erdmann in Wallenhorst bei Osnabrück tätig.

Patrick Stühlmeyer, der 2013 in Aachen das Auftaktspringen mit dem achtjährigen Wallach Chasmo unter dem Sattel gewann. Wir haben nachgefragt, was sich seither getan hat und was sich der 24-Jährige beim diesjährigen CHIO erhofft.

 Auf der Siegerrunde nach seinem Erfolg im ersten Springen beim CHIO 2013: Patrick Stühlmeyer mit Chasmo.
Auf der Siegerrunde nach seinem Erfolg im ersten Springen beim CHIO 2013: Patrick Stühlmeyer mit Chasmo. Foto: Thomas Rubel

Was für ein Gefühl war das, in Aachen zu gewinnen?

Stühlmeyer: Es ist etwas ganz Besonderes, hier zu siegen, es war schon am ersten Tag sehr viel los, ein tolles Gefühl.

Fand Chasmo das auch?

Stühlmeyer: Oh ja. Und er hat sich seither sehr gut entwickelt, ist in Hamburg im Championat null gegangen, ehe ich im Stechen einen Abwurf hatte. Beim Großen Preis in Wiesbaden waren wir Zehnte.

Wie ging es 2013 in Aachen weiter für Sie?

Stühlmeyer: Mit Lacan habe ich mich für den Großen Preis qualifiziert und hatte dort nur zwei Abwürfe. Insgesamt gab es beim CHIO fünf Platzierungen für mich. Ich war sehr zufrieden, alle Pferde waren sehr gut in Form.

Welche Pferde satteln Sie diesmal?

Stühlmeyer: Chasmo und Lacan sind wieder dabei, außerdem Candy Boy für das Jagdspringen und Canturado für den Youngsters Cup.

Was hat sich sportlich nach Aachen 2013 getan?

Stühlmeyer: In Calgary war ich 2013 mit Lacan Fünfter im Großen Preis. Und in diesem Jahr war Lacan in Rom sehr gut. Dort sind wir Ende Mai nach zwei fehlerfreien Runden auf Platz sechs geritten. Und mit Lacan gehörte ich zur Sieger-Equipe, die am vergangenen Wochenende in Falsterbo den Nationenpreis gewonnen hat.

In Rom waren Sie bester deutscher Reiter vor Ludger Beerbaum, Daniel Deußer, Marco Kutscher und Hans-Dieter Dreher, oder?

Stühlmeyer: Das stimmt. Lacan war und ist sehr gut in Schuss, er hat in Rom in insgesamt fünf Runden nicht einen Fehler gemacht.

Beim CHIO starten Sie nun zum dritten Mal. Was bedeutet Ihnen Aachen?

Stühlmeyer: Es ist das schwerste Turnier der Welt. In anderen Ländern ist es etwas einfacher. Aachen hat ein Ausnahme-Stadion. Dort bekommen Pferd und Reiter im Parcours alles mit. Man spürt, wie das Publikum stets mitfiebert.

Worauf hoffen Sie diesmal beim CHIO?

Stühlmeyer: Dass ich mich für den Großen Preis qualifiziere. Und dass mir mit Lacan am Turnier-Mittwoch im Preis von Europa und Freitag mit Chasmo beim NRW-Preis Null-Runden gelingen und wir im Stechen sind.

Haben Sie einen reitsportlichen Traum?

Stühlmeyer: Den habe ich: Ich möchte einmal für Deutschland an einem Championat teilnehmen. Die Pferde dafür stehen mir zur Verfügung. Wenn sie gesund bleiben, gelingt uns das vielleicht einmal.

Was fällt Ihnen zu den Weltreiterspielen Ende August in der Normandie ein?

Stühlmeyer (lacht): Ludger Beerbaum, Daniel Deußer und Marcus Ehning fallen mir da ein — und der Vierte wird noch benannt.

Haben Sie Chancen, dieser Vierte zu sein?

Stühlmeyer: Das sehen wir nach Aachen. Ich werde wieder versuchen, dort mein Bestes zu geben und gerade mit Lacan und Chasmo erfolgreich zu sein.