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Jülich/Hoengen: Nur mit Boll darf Gönnern punkten

Jülich/Hoengen : Nur mit Boll darf Gönnern punkten

Boll bringts. Die Nummer 2 der Weltrangliste in Reihen des Tischtennis-Bundesligisten TTV Gönnern lässt die Sportfans am Sonntag gen Jülich pilgern.

Sportlich dürfte der smarte Ausnahmeathlet in der Nordhalle (Beginn 17 Uhr) für zwei bis drei TTV-Punkte sorgen. Dennoch glaubt Gastgeber SIG Combibloc Jülich/Hoengen an einen eigenen Erfolg.

Die Verantwortlichen des Grenzlandteams haben insbesondere Publikumsliebling Philippe Saive den Kopf gewaschen, der in der Pokalpartie gegen Gönnern (1:3) außen vor war.

Ehrenpräsident Arnold Beginn formuliert ein Ultimatum an die Adresse des formschwachen Belgiers: „Wenn er Sonntag unsere Erwartungen enttäuscht, bauen wir die Mannschaft um.”

Saive und der Niederländer Trinko Keen an Position 1 waren in den ersten sechs Partien die Sorgenkinder. „Wo könnten wir stehen, wenn beide nur halbwegs normale Ergebnisse bringen würden”, fragt der „Boss”.

Keen hat sein Trainingspensum deutlich erhöht. Saive ist den Beweis seiner Selbsterkenntnis bislang schuldig geblieben. Befindet er sich auch nur ansatzweise in Normalform, müsste er im unteren Paarkreuz sowohl Slobodan Grujic als auch Thomas Keinath oder Nico Stehle schlagen.

Drei Nationalspieler stehen an der Platte

Dann ging die Siegrechnung des Heimteams auf: Drei Niederlagen gegen Timo Boll, während Jülich/Hoengen für fünf Zähler im Einzel und einen im Doppel gut wäre.

Sehenswert ist die Partie allemal, da mit Boll, Jörg Roßkopf und Lars Hielscher gleich drei deutsche Nationalspieler zum Einsatz kommen. Die sind in der Tischtennis-Bundesliga rar gesät.