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Friedrichshafen: Nichts zu holen am Bodensee

Friedrichshafen : Nichts zu holen am Bodensee

Evivo Düren muss weiter auf den ersten Sieg am Bodensee warten: Der siebenfache Titelträger VfB Friedrichshafen gewann das erste Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 3:0. Die Sätze: 26:24, 25:23, 25:14.

„Wenn du zwei Mal die Chance hast, einen Satz zu gewinnen, und wenn du diese nicht nutzt, dann ist es klar, dass du den dritten Abschnitt so deutlich verlierst”, fasste Dürens Coach Mirko Culic das Spiel zusammen.

In der Tat war das Team von der Rur gegenüber der deutlichen Niederlage Ende März nicht wiederzuerkennen. Culics Mannen begannen couragiert, die Spieler von Vereins- und Bundestrainer Stelian Moculescu wirkten gehemmt. Im Gegensatz zum März gelang es den „Häflern” am letzten Aprilsamstag nicht, Satz und Spiel schon in den ersten Minuten zu entscheiden.

Im Gegenteil: Nach einer 3:1-Führung sahen sie sich im ersten Satz plötzlich im Rückstand. Düren lag - Moculescu schaute ungläubig drein - bei den technischen Auszeiten in Front: 8:5 und 16:11.

„Nach dem Gewinn der Champions League lastete doch ein großer Druck auf meinen Jungs, weil für die Öffentlichkeit der Sieg über Düren schon vor der Partie feststand”, suchte Moculescu nach einer Erklärung, warum der VfB auch im zweiten Abschnitt (nach 13:10-Führung 14:18) zurücklag. Doch der Coach wusste auch, warum sein Team die beiden Sätze noch gewann: „Wir hatten dann doch immer die bessere Antwort.”

Die Antworten hießen Simon Tischer und Robert Hupka. Der Zuspieler stürzte mit einer Aufschlagserie Dürens Annahme in Abschnitt 1 von einer Verlegenheit in die andere, im zweiten Satz konterte der Diagonalangreifer Malte Holschens und Heriberto Queros Aufschläge mit gefährlichen Aufgaben, die seine Mitspieler wieder in eine Führung ummünzten. Satz drei war Schaulaufen des VfB, unterstützt von Fehlern Dürens in allen Bereichen.

Zum Schluss baute auch Heriberto Quero ab. Der Venezolaner trug auf der Diagonalposition praktisch die Last der Verantwortung alleine auf seinen Schultern, weil die Außenangreifer zu selten den VfB in Schwierigkeiten brachten.

„Ich bin enttäuscht, dass wir verloren haben”, sagte der 30-Jährige, der nun auf das Gesetz der Serie in der Arena Kreis Düren hofft: Dort hat der VfB Friedrichshafen noch nie gewonnen. Düren kann also die Niederlage vom Samstag am Mittwoch wieder wettmachen. Das zweite der maximal fünf möglichen Endspiele beginnt um 19.30 Uhr.