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Aachen: Neue Perspektiven für Nachwuchsstar Denis Nielsen

Aachen : Neue Perspektiven für Nachwuchsstar Denis Nielsen

Der Blick auf den CHIO 2014 eröffnet für Denis Nielsen ganz neue Perspektiven: „Bislang war ich immer nur mit meinen Eltern hier in Aachen als Zuschauer beim Großen Preis oder beim Nationenpreis“, staunt der 24-Jährige ein wenig über sich selbst. „In diesem Jahr bin ich drei Mal gestartet, war zwei Mal platziert und bin ein Mal als Gewinner reingekommen. Was jetzt noch kommt, ist Zugabe.“

Genau diese Zugabe könnte für den Bereiter des Gestüts Sprehe in Löningen schon heute mit dem STAWAG-Preis folgen. Auch für das mit 30.000 Euro dotierte Springen auf Fehler und Zeit dürfte gelten, was Denis Nielsen, der als Gewinner des „Deutschen U 25-Springpokals“ das Ticket für Aachen löste, angesichts des Parcours und der Zuschauerränge fast unwillkürlich über die Lippen kommt: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Zu bewältigen sind insgesamt elf Hindernisse mit einer Maximalhöhe von 1,50 Meter. Auch wenn sich Nielsen einen genauen Eindruck der zu lösenden Schwierigkeiten bei der Begehung des Parcours verschafft, bietet die Skizze schon einmal einen ersten Überblick, wo die Stärken von „Cashmoaker“ zum Tragen kommen könnten.

„Der Auftakt mit den Hindernissen gefällt mir schon einmal. Der ist konzipiert, um in das Springen gut reinzukommen, und ich mag einen Steilsprung als erstes Hindernis“, begutachtet der 24-Jährige die sanft geschwungene, zu galoppierende Linie. Die erste Problemstelle dürfte am Doppel-Hindernis 5a/5b auf die Starter warten.

An den Hindernissen 9 und 10 haben die Parcoursbauer um Frank Rothenberger gleich zwei vertrackte Aufgaben kombiniert: Die Hindernisse sind über zwei enge Rechtskurven anzureiten und über Wasser gebaut. „Manchen Pferden macht der Wasser-Unterbau überhaupt nichts, andere müssen erst einmal vorsichtig an diese Aufgabe herangeführt werden, weil sie davor zurückschrecken“, klärt Nielsen auf — und sieht die Vorteile für Pferde, die ihre starke Seite auf der rechten Hand haben.

„Mit denen kann man diesen Bogen viel enger anreiten. Hat das Pferd aber links seine starke Seite, muss man ihm beim Anreiten etwas mehr Platz geben.“ Eingerichtet sind Denis Nielsen und „Cashmoaker“ jedenfalls auf die riesigen Aachener Dimensionen: Konditionstraining und das Eingewöhnen an eine andere Galoppfrequenz gehörten zur Vorbereitung.

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(rom)