1. Sport

Düren: Mit Sven Anton kam die Wende

Düren : Mit Sven Anton kam die Wende

Um ein Haar wäre Evivo Dürens Punktspielpremiere in der neuen Arena Kreis Düren in die Hose gegangen.

Erst als „Käpt´n” Sven Anton im vierten Satz das Spielfeld betrat, rissen sich seine Mitspieler zusammen und sicherten den am Ende verdienten 3:2-Sieg über die SG Eltmann (20:25, 25:20, 22:25, 25:22,15:9). Mit 6:0 Punkten und 9:2 Sätzen verteidigt Düren die Tabellenspitze.

Die Partie gegen den vermeintlichen Punktelieferanten aus dem Fränkischen begann nach Maß. Düren setzte sich über 8:4 und 11:5 auf 16:10 ab.

Eltmanns Annahme wackelte, und Dürens Außenangreifer Christian Dünnes sorgte mit wuchtigen Schlägen für Verletzungsgefahr in Eltmanns Abwehrriegel.

Aber nach fünf erfolglosen Angriffen schloss Eltmann erst auf und gewann über 19:17 den ersten Satz. „Nur ein Schönheitsfehler”, dachten die etwa 1300 Zuschauer und wohl auch das Dürener Team, zumal es den zweiten Satz nach anfänglichem Hin und Her sicher nach Hause brachte.

Aus der „Zehn-Minuten-Pause” kehrten die Gäste aber erfrischt zurück. Vor allem der frühere Dürener Zuspieler Tilo Koch hielt sein Team mit listigen Aufschlägen und wachem Steller-Instinkt auf Augenhöhe. Das Übrige tat Düren.

Die Annahme patzte, den Angreifern war sogar das Netz zu hoch und der Block kam mit den frechen Angreifern nicht klar. Als die Gäste schließlich im vierten Satz mit 14:10 führen, war die Zeit für Sven Anton gekommen.

Obwohl zunächst an kaum einem Ballwechsel beteiligt, wirkte allein seine Präsenz wie ein Aphrodisiakum auf Mitspieler und Publikum. „Aber”, so ein sichtlich geschaffter Anton beim Hallen-Interview, „ich möchte nicht jedes Spiel mit 3:2 gewinnen.”