Ladies in Black kämpfen sich im CEV-Cup ins Achtelfinale

Spiel im CEV-Cup mit 3:2 gewonnen: Ladies in Black kämpfen sich ins Achtelfinale

Auch das Rückspiel gegen die Portugiesinnen vom AVC Famalicao gewinnen die Aachener Volleyballerinnen – allerdings knapp mit 3:2.

„Am besten ist es, den Fokus direkt auf die nächste Herausforderung zu richten“, hatte sich Aachens Zuspielerin Aziliz Divoux nach der Niederlage gegen Suhl für das Rückspiel im CEV-Challenge-Cup gegen den portugiesischen Vertreter AVC Famalicão vorgenommen. Und die Ladies in Black setzten das Vorhaben in die Tat um. Die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum, die schon das Hinspiel klar mit 3:0 gewonnen hatte, setzte sich auch im Rückspiel vor eigenem Publikum mit 3:2 (25:16, 23:25, 25:20, 18:25, 18:16) durch und zog ins Achtelfinale des europäischen Wettbewerbs ein. Dort treffen die Ladies auf den slowenischen Vertreter Calcit Kamnik.

Die Mannschaft zeigte in den meisten Bereichen ein verbessertes Spiel: Die Gäste aus der Nähe von Braga gingen zwar zu Beginn mit 3:1 in Führung, doch dann übernahmen die Ladies das Kommando. Vor allem die Schweizer Diagonalangreiferin Maja Storck, die van Hintum in die Startsechs berufen hatte, hatte einen bärenstarken Tag erwischt und durchlöcherte ein ums andere Mal den gegnerischen Block. Die Aachenerinnen setzten sich im Mittelteil des Satzes entscheidend auf fünf Punkte Vorsprung zum 17:12 ab. Zwei Angriffsfehler der Spielerinnen von Trainer Rui Moreira in der Crunchtime des Satzes brachten die 1:0-Führung für die Aachenerinnen.

Eigentlich beruhigend, denn die Ladies in Black waren damit nur noch einen Satz von der nächsten Runde entfernt. denn nur bei einem 3:0- oder 3:1-Sieg hätte es den entscheidenden Golden Set gegeben. Doch die Portugiesinnen wollten sich nicht kampflos ergeben und warfen im zweiten Satz noch einmal alles in die Waagschale. Die Ladies lagen 7:13 zurück, schafften bei 19:19 zum ersten Mal den Ausgleich, konnten aber nicht mehr entscheidend davonziehen, so dass Famalicão den Satzausgleich schaffte.

Drohte nun die Partie noch zu kippen? Die Ladies ließen sich jedenfalls nicht beeindrucken und schlugen zurück. Aachen legte ein 7:3 vor, Famalicão konterte machte vier Punkte in Folge und konnte zum 16:17 aufschließen. Doch dann folgten ein harter Angriff von Jodie Guilliams und zwei verschlagene Angriffe der Gäste in Folge, die den Ladies den entscheidenden Vorsprung bescherten. Guilliams schlug den gegnerischen Block geschickt an und bereitete so den entscheidenden Ball vor, den Außenangreiferin Marrit Jasper im ersten Versuch verwertete. um 20.53 Uhr war es geschafft: Die Ladies hatten den notwendigen zweiten Satz gewonnen und den Einzug ins Achtelfinale gemeistert. „Das war schon cool, dass wir das geschafft haben“, freute sich Maja Storck nach dem Spiel. „Aber dann kann es passieren, dass man nachlässt.“

Ladies bezwingen Portugiesinnen vom AVC Famalicao mit 3:2

Tatsächlich war auch weitgehend die Luft raus aus dem Aachener Angriffsspiel, während sich die Gäste mit Anstand aus dem europäischen Wettbewerb verabschieden wollten. Famalicão setzte sich 19:13 ab, erst dann starteten die Ladies noch so etwas wie eine kleine Aufholjagd. Doch es ist schon bezeichnend, dass Zuspielerin Denise Imoudu einen Dankeball auf die gegnerische Seite neben die Linie zum Satzball setzte, den die Brasilianerin Thais Saraiva zum Satzausgleich nutzte.

Auch im Tiebreak – das dritte Spiel in Folge über fünf Sätze – hatten die Ladies Schwierigkeiten wieder in den Kampfmodus zurückzufinden. Famalicão führte 9:6, bevor erneut Farrell verkürzen konnte. Die Aachenerinnen glichen aus und nutzten am Ende den vierten Matchball. Spiel gewonnen, eine Runde weiter. Aachener Glückseligkeit.

„Da hat die Mannschaft echt Charakter gezeigt und sich wieder ins Spiel gekämpft“, freute sich Aachens Trainerin Saskia van Hintum über den Erfolg ihres Teams. „Ich bin zufrieden. Wir wollten in die nächste Runde, und das haben wir geschafft.“

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