Aachen: „Ladies in Black“: Gipfeltreffen der Kellerkinder

Aachen: „Ladies in Black“: Gipfeltreffen der Kellerkinder

Es wird das Gipfeltreffen der Kellerkinder in der Volleyball-Bundesliga, wenn die „Ladies in Black“ am Freitag zum Doppelspieltag nach Berlin aufbrechen: Die Aachenerinnen stehen mit bislang zwei Punkten aus zwei Tiebreak-Niederlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Am Samstag treffen sie zunächst auf den Drittletzten Köpenick (vier Punkte aus zwei gewonnenen Tiebreak-Spielen), bevor am Sonntagnachmittag die Begegnung gegen das bislang sieg- und punktlose Schlusslicht VCO Berlin ansteht.

An Selbstbewusstsein mangelt es bei Aachens Trainer Marek Rojko jedoch nicht, zumindest sind die Ziele sehr hoch gesteckt: „Das wird das wichtigste Wochenende für uns im Hinblick auf die gesamte Saison. Unser Ziel ist es, mit mindestens fünf Punkten im Gepäck aus Berlin zurückzukehren, sechs wären natürlich noch besser.“

Es dürfte also das Wochenende werden, an dem sich der weitere Verlauf der Saison mit vorentscheidet. Sollten die Aachenerinnen, die ein Spiel weniger absolviert haben als die Konkurrenz, mit der Maximalausbeute vom Berlin-Wochenende zurückkehren, hätte die Mannschaft einen riesigen Sprung raus aus der Gefahrenzone der Tabelle gemacht. Zudem wäre ein dickes Polster an Selbstvertrauen geschaffen, um sich den in der kommenden Woche anstehenden Aufgaben erfolgreich zu stellen: das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch bei Aurubis Hamburg und das Liga-Spiel vor eigenem Publikum am Sonntag gegen Suhl. Soweit die positive Variante.

Düster dürfte es allerdings aussehen, sollten die „Ladies“ gegen den direkten Konkurrenten Köpenick, der in der vergangenen Saison zweimal geschlagen wurde, eine Niederlage kassieren, um sich dann nur einen Tag später mit dieser schweren Last der Pflichtaufgabe gegen das junge Team vom Olympiastützpunkt Berlin — die Spielerinnen sind zwischen 15 und 18 Jahre alt — stellen zu müssen.

Die Köpenickerinnen hatten zu Saisonbeginn einen großen personellen Umbruch zu verkraften, nur noch zwei Spielerinnen aus der letztjährigen Stammformation stehen in der Startsechs. „Uns ist es ganz recht, dass zuerst die Partie gegen Köpenick ansteht, wir haben uns die ganze Woche über auf diesen Gegner vorbereitet“, erklärt Aachens Coach. „Wichtig für uns ist, dass wir bestätigen, was wir vor zwei Wochen angestoßen haben.“

Das sieht auch Libera Dominika Valachova so, die zusammen mit Karolina Bednarova das Herzstück in der Aachener Annahme bildet. „Natürlich hatten wir zum Auftakt gute Gegner, und es hat auch etwas das Glück gefehlt“, meint die 28-jährige Slowakin. „Aber, was sollen wir machen? Wir kämpfen, wir arbeiten sehr hart, und die Erwartungen sind nach der letzten Saison sehr groß. Wir können nur geduldig sein und darauf warten, dass sich der Erfolg einstellt. Und der wird sicher kommen.“